Packstation in Dortmund ausgefallen - Was passiert mit den Paketen?

Packstationen

An den DHL-Packstationen können Kunden ihre Pakete rund um die Uhr abholen und aufgeben. Doch was passiert mit verderblichen Sendungen wie Lebensmitteln, wenn eine Station defekt ist?

Dortmund

, 12.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Was passiert, wenn eine Packstation ausfällt?

Was passiert, wenn eine Packstation ausfällt? © picture alliance/dpa

Dank des boomenden Internethandels waren Paketlieferdienste auch während der Corona-Krise gut - wenn nicht sogar zuweilen zu gut - ausgelastet.

Die bestellten Pakete landen im Fall von DHL dann entweder direkt an der eigenen Haustür oder in einer Packstation. DHL betreibe in Deutschland mittlerweile rund 5000 solcher Stationen, sagt DHL-Pressesprecher Rainer Ernzer. Hier können Empfänger sie rund um die Uhr abholen, ohne sich nach den Öffnungszeiten der Postfilialen richten zu müssen.

Die meisten Stationen laufen stabil

Die Stationen sind mit viel Technik ausgestattet. Unter anderem, um die Kunden vor Diebstählen zu schützen und sicherzustellen, dass wirklich nur der rechtmäßige Empfänger Zugriff auf sein Päckchen bekommt. Doch wo Technik ist, besteht immer auch das Risiko, dass einmal etwas nicht funktioniert.

Dass es immer wieder Fehlfunktionen und Ausfälle an den Stationen gibt, weiß auch Rainer Ernzer. Die meisten der 5000 Stationen würden stabil laufen, sagt er. „Aber genau wie bei einem Auto oder anderen technischen Geräten geht eben auch an den Packstationen manchmal etwas kaputt.“

In der vergangenen Woche war das bei der Station Nummer 106 in der Dortmunder Innenstadt der Fall. Paketempfänger wurden per SMS darüber informiert, dass sie ihr Paket vorerst nicht am Platz von Rostow am Don nahe der U-Bahn-Haltestelle Stadthaus abholen konnten.

Hat man Schutzmasken oder Kleidung bestellt, ist es wahrscheinlich in den meisten Fällen zu verkraften, diese einige Tage lang in einem Fach der defekten Station zu wissen. Aber was passiert mit Bestellungen wie verderblichen Lebensmitteln oder mit den selbstgebackenen Keksen, die Oma regelmäßig schickt?

Längere Ausfälle

„Wenn etwas verdirbt, ist das für den Empfänger natürlich unglücklich“, sagt Ernzer „Wir bemühen uns immer, die Stationen schnell zu reparieren. Meist gelingt das. Wenn aber etwas länger nicht funktioniert, werden die Fächer leergeräumt und die Pakete auf umliegende Filialen verteilt. Der Kunde bekommt dann eine weitere Benachrichtigung darüber, wo er seine Bestellung abholen kann.“

Solche Neuverteilungen will DHL aber möglichst vermeiden. Das würde man erst bei Ausfällen von drei bis vier Tagen machen.

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