Obdachloser (42) fordert Taxifahrer zum Käfig-Kampf heraus

Hauptbahnhof Dortmund

Am Wochenende hatte die Bundespolizei viel am Dortmunder Hauptbahnhof zu tun: Neben Körperverletzungen gab es auch Einsätze wegen eines Spuckers und eines Möchtegern-Käfigkämpfers.

Dortmund

, 09.09.2019, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Obdachloser (42) fordert Taxifahrer zum Käfig-Kampf heraus

Die Bundespolizei hatte am Wochenende viel am Dortmunder Hauptbahnhof zu tun. © Bandermann (Symbolbild)

In der Nacht zu Montag (9.9.) ereignete sich ein kurioser Einsatz für die Bundespolizisten am Hauptbahnhof: Ein 42-jähriger obdachloser Mann beleidigte zwei Taxifahrer und spuckte ihnen vor die Füße.

Damit war die Geschichte aber nicht vorbei. Der Obdachlose forderte die beiden auf, sich in einem Käfigkampf im MMA-Stil (Mixed Martial Arts, eine Mischung unterschiedlichster Kampfsportarten) mit ihm zu messen. Die Bundespolizisten nahmen den polizeibekannten Mann dann mit zur Wache. Bei Atemalkoholtest wurde festgestellt, dass er mit 1,88 Promille stark alkoholisiert war. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Rund zehn Einsätze am Wochenende

Der Einsatz war aber nur der Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes mit rund zehn Einsätzen für die Bundespolizei. In der Nacht zu Samstag waren die Bundespolizisten bei mehreren Körperverletzungen und Schlägereien gefragt: Unter anderem wurde ein 25-jähriger Mann festgenommen, als er vor den Augen der Bundespolizisten versuchte ein Leih-Rad zu klauen. Zuvor war der Mann aufgefallen, als er eine Schlägerei am Nordausgang anfing, bei der er mehrere Menschen mit einem Schlüssel verletzte.

In der selben Nacht wurde außerdem noch eine 28-jährige Frau sexuell belästigt. Sie wurde gegen 5.20 Uhr von drei Männern umzingelt, einer von ihnen umarmte und küsste die Frau gegen ihren Willen. Der 48-jährige Mann wurde später festgenommen. Die Tat konnte anhand von Videoaufzeichnungen belegt werden, woraufhin ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung eingeleitet wurde.

Messer war doch nur ein Schlüssel

Am Samstagnachmittag bedrohte ein 41-jähriger Mann mehrere Menschen nach ersten Zeugenaussagen mit einem Messer, als er aufgefordert wurde, den Bereich in der S5 für Fahrräder und Kinderwagen zu verlassen, in dem er sich befand. Bei einer späteren Durchsuchung durch die Bundespolizei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Messer lediglich um einen Schlüssel handelte.

Am Sonntag gab es auch noch was: Gegen 1 Uhr lief ein 25-jähriger Mann spuckend und schreiend durch das Bahnhofsgebäude. Bei einer Kontrolle durch eine Streife hörte er damit nicht auf und kassierte deshalb einen Platzverweis.

Auf dem Weg Richtung Ausgang spuckte er gezielt in Richtung einer Frau und zeigte den Bundespolizisten den Mittelfinger. Die nahmen den Mann dann in Gewahrsam, wogegen er sich wehrte – mit Spucken und Randale. Prompt wurde der Mann mit einer „Spuckschutzhaube“ versehen. Die Beamten der Bundespolizei, die einen Migrationshintergrund haben, beleidigte er außerdem noch als Nazis.

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