NRW-Minister fordert Abschiebung von mutmaßlichem Vergewaltiger

Fälle in Dortmund

Ein 23-Jähriger, der in Dortmund zwei Mädchen vergewaltigt haben soll, soll abgeschoben werden. Das fordert NRW-Minister Joachim Stamp. Der 23-Jährige ist afghanischer Staatsbürger.

Dortmund

, 30.07.2020, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, fordert die Abschiebung eines Dortmunder Tatverdächtigen.

Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, fordert die Abschiebung eines Dortmunder Tatverdächtigen. © picture alliance/dpa

Die mutmaßliche Vergewaltigung von zwei jungen Mädchen in Dortmund beschäftigt nun auch die Landespolitik. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat das NRW-Justizministerium einen Bericht der Staatsanwaltschaft Dortmund zu dem Fall angefordert.

Ein 23-jähriger Mann mit Wohnsitz in Dortmund wird verdächtigt, am 20. Juni und am 24. Juli in Dortmund Mädchen im Alter von 11 und 13 Jahren vergewaltigt zu haben. Nach der ersten Tat wurde der junge Mann festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen ihn wurde aber aufgehoben - unter anderem, weil das Gericht bei dem Beschuldigten keine Wiederholungsgefahr sah und es Zweifel an den Angaben des damals elfjährigen Tatopfers gab.



Minister fordert Abschiebung von Verdächtigem

Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident und NRW-Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, reagierte auf den Fall mit einer drastischen Forderung: „Dieser widerwärtige Täter muss nicht nur verurteilt, sondern nach der Haft direkt nach Afghanistan abgeschoben werden“, sagte er am Mittwoch, 29. Juli, gegenüber der Bild-Zeitung.

Hintergrund ist die afghanische Staatsangehörigkeit des Beschuldigten, den Stamp trotz der geltenden Unschuldsvermutung als Täter bezeichnet.

Seit dem zweiten Fall am Freitag sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft, wo er diesmal vermutlich bis zum Prozessbeginn bleiben wird.

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