Neue Corona-Hotspots in Dortmund stehen in engem Zusammenhang

dzAusbruch in Klinik und Seniorenstift

Dortmund hat neben dem Klinikum zwei weitere Corona-Hotspots: Auch im St.-Josefs-Hospital in Hörde und im Senioren-Wohnstift auf der Kronenburg gibt es mehrere Infektionsfälle.

Dortmund

, 12.06.2020, 18:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Corona-Ausbruch im Klinikum gibt es nun zwei weitere Ansteckungsschwerpunkte, die aber in engem Zusammenhang stehen. Insgesamt 10 Menschen sind dabei von einer Covid-19-Erkrankung betroffen.

Ausgangspunkt ist ein 89-jähriger Bewohner des Wohnstifts auf der Kronenburg, der Anfang Juni mit Kreislaufproblemen ins Josefs-Hospital eingeliefert worden war. Kurz vor einer geplanten Rückverlegung wurde er dort positiv auf Covid-19 getestet. Er starb am vergangenen Dienstag (9.6.).

In der Folge wurden in beiden Häusern umfangreiche Untersuchungen gestartet. Dabei wurden ein zweiter Seniorenstift-Bewohner, der sich ebenfalls im Josefs-Hospital befindet, sowie vier weitere Bewohner als Covid-19-Träger identifiziert. Einige Untersuchungsergebnisse stehen aber noch aus, berichtete der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, am Freitag.

Stand Freitagmorgen waren im Josefs-Hospital neben den zwei Patienten drei Mitarbeiter betroffen, alle von einer Station, berichtete der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Heiner Wolters auf Anfrage. Die Station mit zuletzt noch neun Patienten sei nun gesperrt. Die restlichen Mitarbeiter seien alle bislang ohne Symptome und nun in häuslicher Quarantäne.

Patienten und Mitarbeiter werden getestet

Eine weitere Konsequenz: Wie etwa im Klinikum Dortmund werden nun auch am Josefs alle Patienten vor der Aufnahme auf eine Corona-Infektion untersucht, alle Mitarbeiter werden ab Montag im 14-Tage-Rhythmus getestet.

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Vorsorge wird auch im Wohnstift auf der Kronenburg getroffen. „Um gegenseitige Infektionsrisiken weitgehend unterbinden zu können, haben wir in dem betroffenen Wohnbereich Isolierzimmer und erweiterte Desinfektionsbereiche errichtet“, erklärte Markus Marx, Geschäftsführer des Wohnstift-Betreibers Alloheim. Besuche der Bewohner durch die Angehörigen wurden seit Montag bereits abgesagt. Neuaufnahmen sind nicht möglich.

Weitere Ausbreitung verhindert

Renkens Bilanz: „Wir haben die notwendigen Maßnahmen getroffen und hoffen nun, eine weitere Ausbreitung sowohl im St. Josefs-Hospital als auch im Wohnstift auf der Kronenburg verhindern zu können.“

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