Polizei und Feuerwehr

Neue App statt Notruf: In Extrem-Situationen kann sie Leben retten

Die Bundesländer haben gemeinsam eine Notruf-App entwickelt. Polizei und Feuerwehr aus Dortmund freuen sich über die App - und verweisen auf die Grenzen der App.
Gerit Klaus von der Feuerwehr Dortmund zeigt die neue Notruf-App "Nora". © Feuerwehr Dortmund

Am Dienstag (28.9) ging die neue Notruf-App Nora bundesweit an den Start – auch die Dortmunder Feuerwehr und Polizei sind nun im Falle eines Notfalls via App zu erreichen.

Nora kann jeder Smartphone-User nutzen, in erster Linie soll die App aber hör- oder sprachbeeinträchtigte Menschen helfen Feuerwehr und Polizei zu erreichen.

Notruf immer noch die beste Art der Kontaktaufnahme

Die App kann dabei im Falle eines Notfalls den Standort des Users übermitteln und fragt die standardisierten fünf W-Fragen ab. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Beamten in einem Chat zu erreichen.

Die Dortmunder Feuerwehr teilte mit, dass alle 92 Mitarbeiter „speziell für die Anwendung geschult“ wurden und auch die Hardware für die App aufgerüstet wurde.

Peter Bandermann, Sprecher der Dortmunder Polizei, berichtet, dass es künftig Anwendungsfälle geben könnte, bei denen eine geräuschlose Kommunikation von Vorteil sein könnte – beispielsweise wenn ein Angreifer in unmittelbarer Nähe ist.

Wenn die Umstände es zuließen, so Bandermann, sei ein Anruf bei den Beamten allerdings die bessere Wahl: „Wir sind sehr viel schneller, man kann direkt Rückfragen stellen und bei einem Notruf kann der Beamte Hintergrundgeräusche hören“ und somit wertvolle Informationen erhalten.

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