Neonazis dürfen am Freitag durch die Nordstadt marschieren - Busse und Bahnen verspätet

Demonstration

Die Neonazi-Partei Die Rechte hat ihre vierte Demonstration innerhalb von acht Tagen angemeldet - die zweite in der Nordstadt. Es gibt strenge Auflagen, Busse und Bahnen sind betroffen.

Dortmund

20.09.2019, 11:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neonazis dürfen am Freitag durch die Nordstadt marschieren - Busse und Bahnen verspätet

Bei der letzten Standkundgebung am Nordmarkt war viel Polizei vertreten. © Marie Ahlers

Eine Woche nach ihrer letzten Standkundgebung wollen Neonazis erneut in der Nordstadt demonstrieren. Rechtsextreme haben für Freitag (20. September) eine Demonstration in der Dortmunder Nordstadt „gegen Überfremdung und Polizeiwillkür“ angemeldet.

Anlass dieser laut Polizei bereits erwarteten, erneuten Anmeldung sei unter anderem die Annahme der Rechtsextremisten, dass „die Dortmunder Polizei ihre Arbeit in sozialen Brennpunkten vernachlässige“.

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Hierzu nennen die Rechten explizit die Dortmunder Nordstadt. Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt aber ein ganz anderes Bild: Daraus geht hervor, dass die Straftaten in der Nordstadt seit mehreren Jahren deutlich zurückgehen.

Jetzt teilt die Polizei mit, dass die Demonstration von 19.30 bis 22 Uhr stattfinden soll, allerdings mit Einschränkungen. Die Aufzugstrecke führe nicht an die Gedenkstätte Steinwache, nicht an den Gedenkstein für das NSU-Opfer Mehmet Kubasik, nicht an den Nordmarkt und auch nicht an den Mehmet-Kubasik-Platz.

„Wir werden streng darauf achten, dass unsere vielfältigen Auflagen zum Schutz der Bevölkerung vor Hass und rechter Hetze minutiös eingehalten werden. Bei Verstößen werden wir konsequent einschreiten!“, betont Polizeipräsident Gregor Lange.

Die Wegstrecke der Demonstration verläuft jetzt von der Kurfürstenstraße über die Mallinckrodtstraße zum Brügmannplatz. Langfristige Straßensperrungen sind nicht geplant. Gegenprotest gegen den Demonstrationszug hat sich bereits formiert: Um 18 Uhr wollen sich Antifaschisten am Nordmarkt treffen.

Viele Bus- und Bahnlinien sind betroffen

DSW21 teilt währenddessen mit, dass wegen der Demonstration zwischen 17 und 23 Uhr Einschränkungen bei mehreren Bus- und Bahnlinien zu erwarten seien. Es könne zu Verspätungen auf den Buslinien 412, 452, 453, 455, 456, 460 und 475 kommen. Auch die Stadtbahnhaltestellen Hauptbahnhof und Brügmannplatz könnten „von Beeinträchtigungen betroffen sein“. Gemeint ist damit, dass Zugänge zu den Haltestellen zeitweise gesperrt werden können.

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