Neonazi-Chef Sascha Krolzig wieder angeklagt - während er auf ein anderes Urteil wartet

Volksverhetzung

Zwölf Monate Freiheitsstrafe warten bereits auf ihn - jetzt ist erneut Anklage gegen Sascha Krolzig erhoben worden. Diesmal hat der führende Dortmunder Neonazi Ärger wegen eines Magazins.

Dortmund

, 12.12.2019, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neonazi-Chef Sascha Krolzig wieder angeklagt - während er auf ein anderes Urteil wartet

Gegen den Parteivorsitzenden Sascha Krolzig ist Anklage erhoben worden. © Stephan Schuetze

Vor wenigen Wochen erst hat die Dortmunder Polizei einen ausführlichen Bericht über verurteilte Rechtsextremisten veröffentlicht. Jetzt ist bekannt: Sascha Krolzig, Bundesvorsitzender der Partei Die Rechte, wird wegen Volksverhetzung und Propaganda angeklagt. Das bestätigt die Dortmunder Staatsanwaltschaft.

Der 32-Jährige ist kürzlich bereits zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden, weil er versucht hatte, eine Person mit einem Bierglas zu verletzen. Anschließend habe er denjenigen fremdenfeindlich beschimpft, so die Polizei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Die aktuelle Anklage bezieht sich wohl auf das Medium „N.S. Heute“, für das Krolzig verantwortlich ist. Auf der eigenen Internetseite wird es unter anderem bezeichnet als „Deutschlands gefährlichstes, am meisten verfolgtes, radikalstes und undemokratischstes Magazin“.

Zuerst berichtete Focus Online über die aktuelle Anklage: Es gehe demnach konkret um drei Artikel, in denen laut Anklage zu Hass gegen Ausländer angestachelt und Propaganda für die verbotene NSDAP betrieben werde. Außerdem befasse sich der Verfassungsschutz mit einem Artikel, in dem suggeriert werde, staatliche Stellen seien für die Todesumstände von Rechtsextremisten verantwortlich.

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