Nazigegner wollen Rechtsextremen den Weg in die Nordstadt versperren

Kundgebungen am Montag

Die großen antifaschistischen Bündnisse Dortmunds haben für Montag drei Kundgebungen rund um den Hauptbahnhof angemeldet. So wollen sie einen Nazi-Demozug durch die Nordstadt verhindern.

Dortmund

, 11.10.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nazigegner wollen Rechtsextremen den Weg in die Nordstadt versperren

Der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ist eine der antifaschistischen Bündnisse, die zum Protest gegen die Nazi-Demo am Montag aufruft. Das Bild stammt aus dem Jahr 2018. © Stephan Schütze (Archivbild)

Sie selbst nennen es ein „längst überfälliges“ Zeichen: Die drei großen Anti-Nazi-Bündnisse der Stadt wollen am Montag ihre Solidarität mit den Bewohnern der Nordstadt zeigen. Nazis planen an diesem Tag den dritten Demo-Zug in drei Wochen durch den Stadtteil. Bis Weihnachten soll das so weitergehen.

Das wollen der Arbeitskreis Dortmund gegen Rechtsextremismus, das Bündnis Dortmund gegen rechts und das Bündnis Blockado verhindern – indem sie die Straßen blockieren, die von der Nordseite des Hauptbahnhofs in die Nordstadt führen.

Dafür haben sie für Montag um 19 Uhr – eine halbe Stunde vor dem Start der Nazi-Demo am Hauptbahnhof – drei Kundgebungen angemeldet, und zwar auf der Steinstraße, der Kurfürstenstraße und der Grünen Straße. Insgesamt erwarten die Organisatoren knapp 500 Gegendemonstranten.

Nazi-Gegner fordern Verbot der rechtsextremen Demo

„Nach den Morden in Halle und den voraus gegangenen Umtrieben der Nazis in Dortmund wird die Stadtgesellschaft [...] gemeinsam den Nazis entschlossen entgegen treten“, heißt es in dem gemeinsamen Demo-Aufruf.

Nazigegner wollen Rechtsextremen den Weg in die Nordstadt versperren

Mit einem Gedenken am Mahnmal für die Alte Synagoge gedachten Vertreter des Arbeitskreises der Abrahamsreligionen am Freitag den Opfern des Anschlags in Halle und bekundeten ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde. © Oliver Schaper

Darüber hinaus forderten zahlreiche Dortmunder Organisationen die Polizei in einem offenen Brief auf, die Nazi-Demo zu verbieten. Unter anderem argumentieren sie darin, dass eine solche Demo nur wenige Tage nach dem Anschlag von Halle „unerträglich und nicht hinnehmbar“ sei.

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