Nach Tod eines Dortmunders: Unfallfahrer aus Südtirol wäre lieber selbst gestorben

Schwerer Unfall

Nach dem schweren Unfall eines Südtirolers, der am Sonntag in eine Gruppe deutscher Skiurlauber gerast war und sieben Menschen getötet hatte, meldet sich sein Anwalt zu Wort.

von Joshua Schmitz

Bozen, Luttach

, 06.01.2020, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Tod eines Dortmunders: Unfallfahrer aus Südtirol wäre lieber selbst gestorben

Nach dem schweren Unfall in Südtirol ist nun mehr zu dem Unfallfahrer bekannt. © dpa

Der Unfallfahrer, der am Sonntag (5.1.) in eine Touristengruppe gerast ist und sieben Personen - darunter ein 22-jähriger Dortmunder - getötet hat, meldet sich über seinen Pflichtverteidiger zu Wort.

Alkoholwert von fast zwei Promille

Alessandro Tonon, der nach eigenen Angaben der Verteidiger des Mannes ist, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag (6.1.), der 27-jährige Unfallfahrer sei sich bewusst, vor der Fahrt getrunken zu haben. Der Wert von fast zwei Promille hat ihn aber verwundert, er habe sich nicht für so stark alkoholisiert gehalten.

Bei dem Unfall wurden zunächst sechs Personen getötet und elf weitere verletzt. Am Montag teilte die Polizei in Bozen mit, dass eine schwer verletzte Frau im Krankenhaus in Österreich gestorben ist.

Sein eigener Tod wäre ihm lieber gewesen

Der Unfallfahrer sitzt seit Montag im Gefängnis. Er hatte seinem Verteidiger mitgeteilt: „Es wäre besser gewesen, ich wäre gestorben, anstelle der anderen Menschen.“

Polizei und Staatsanwaltschaft in Südtirol ermitteln weiter zu den Umständen der Alkoholfahrt. Der Gerichtsprozess startet voraussichtlich nächste Woche.

(mit dpa)

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