Nach Brandserie in der Nordstadt: Polizei sucht zwei Männer

dzMögliche Brandstiftung

Mehrere Fahrzeuge der Stadt haben in der Nacht zu Sonntag auf einem Gelände in der Nordstadt gebrannt. Es war nicht der erste Brand dieser Art. Nun gibt es erste Hinweise auf die Täter.

Dortmund

, 17.06.2019, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Nacht zu Sonntag (16. Juni) haben gegen Mitternacht in der Burgholzstraße Autos und Kleinlaster der Stadt Dortmund gebrannt. Sie waren auf dem Gelände der Stadtteilwerkstatt Nord abgestellt. Fünf Fahrzeuge sind dabei vollständig ausgebrannt, drei weitere sind beschädigt. Zeitweise drohte der Brand auch auf eine Lagerhalle überzugreifen.

Es war nicht der erste Brand dieser Art. Bereits am 29. April und am 5. Mai hatten an der gleichen Stelle ebenfalls Fahrzeuge der Stadt gebrannt. Allein im jüngsten Fall liegt der Sachschaden laut Polizei im sechsstelligen Bereich.

Stadtteilwerkstatt qualifiziert Langzeitarbeitslose

In der Stadtteilwerkstatt Nord bietet das Sozialamt Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose an. Auch Arbeitsgelegenheit gibt es dort. Zu den Aufgaben der Stadtteilwerkstatt gehören zum Beispiel die Garten- und Landschaftspflege. Rund 150 Beschäftige rücken von dort aus mit 34 Fahrzeugen aus.

Von diesen 34 Fahrzeugen sind nach den drei Bränden nun nur noch 22 einsatzbereit, so die Stadt: „Diesen Verlust können wir nicht problemlos auffangen.“ Um die Einrichtung weiter arbeitsfähig zu halten, werde ein versetzter Arbeitsbeginn eingeführt. Außerdem stellen die Fachanleiter der Stadtteilwerkstatt private Autos zur Verfügung. Mittelfristig soll der Fahrzeugbestand wieder aufgestockt werden.

Bereits zwei vorhergehende Brände

Schon beim Feuer am 5. Mai waren Fahrzeuge der Stadt betroffen. Gegen 22 Uhr brannten an jenem Sonntagabend zwei Sprinter der Stadtteilwerkstatt. Und auch beim ersten Brand am 29. April waren zwei Sprinter der Stadt betroffen. Schon damals hat die Polizei Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

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Ein Zusammenhang der drei Taten ist laut Polizei nicht gesichert, werde aber natürlich auch nicht ausgeschlossen. Man ermittle in alle Richtungen.

Zeugen gesucht

In allen drei Fällen sucht die Polizei weiter nach Zeugen. Erste Ermittlungen haben bereits Hinweise auf zwei männliche Täter gegeben: Einer ist demnach zwischen 20 und 25 Jahre alt, hat eine stabile Figur und war dunkel gekleidet. Er trug Basecap und einen ebenfalls dunklen Rucksack. Der andere ist schlank und etwa im gleichen Alter. Er trug eine auffällige weiße Hose und hatte einen dunklen Koffer oder eine dunkle Tasche dabei.

Wer zur Tatzeit verdächtigte Personen im Bereich der Stadtteilwerkstatt gesehen hat, wird geben, sich an die Kriminalwache zu wenden: Tel. (0231) 132 7441.

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