Nach Feuer in Mehrfamilienhaus: Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung

Brand in Dorstfeld

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Dorstfeld sind vier Personen leicht verletzt worden. Darunter ein Kleinkind. Nun ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

Dorstfeld

, 10.12.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Feuerwehr und Rettungsdienst wurden am Freitag (6.12.) gegen 19.45 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus im Vogelpothsweg in Dorstfeld gerufen. Im Hausflur brannte ein Fahrrad, hierdurch verrauchte das Treppenhaus stark.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war das Feuer durch eine starke Rauchentwicklung deutlich zu erkennen. An den Fenstern machten sich bereits einige Bewohner des Mehrfamilienhauses bemerkbar. Acht weitere Personen waren bereits vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem Haus geflohen. Sie hatten dabei Rauch eingeatmet, weswegen vier von ihnen (43, 31, 16 und 2 Jahre alt) mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Auch war der Betreuungsbus der Dortmunder Feuerwehr im Einsatz.

Keine Gefahr für Bewohner

Drei Atemschutztrupps durchsuchten den Hausflur nach weiteren Personen, konnten aber niemanden finden. Die übrigen Bewohner des Hauses konnten während des Einsatzes in ihren Wohnungen bleiben, wie die Feuerwehr gegenüber dieser Redaktion erklärte. „Vor allem, wenn der Flur verraucht ist, ist es besser, wenn die Bewohner in ihren Wohnungen blieben“, so der leitende Pressesprecher Andre Lüddecke.

Durch den Brand habe keine Gefahr bestanden und die geschlossenen Wohnungstüren würden Rauch gut abhalten. Dennoch wurden aufgrund der hohen Personenzahl, die die Feuerwehr in den Wohnungen antraf, sicherheitshalber weitere Rettungswagen und Notärzte nachgefordert.

Der Brand im Treppenhaus konnte schnell gelöscht werden und der Flur mithilfe eines Hochleistungslüfters schnell vom Rauch befreit werden. Nach den ersten Ermittlungen geht die Kriminalpolizei davon aus, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung an dem Fahrrad gehandelt habe.

Daher suchen die Beamten nun Zeugen, die in der Hochhaussiedlung am Vogelpothsweg gegen 19.40 Uhr am Freitagabend verdächtige Personen beobachtet haben. Hinweise nimmt die Kriminalwache unter Tel. 0231/132 7441 entgegen.

Am Einsatz waren insgesamt 58 Einsatzkräfte der Feuerwachen 5 (Marten) und 8 (Eichlinghofen) der Berufsfeuerwehr, der Löschzüge 16 (Hombruch), 18 (Oespel/Kley) der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes beteiligt.

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