Nach Corona-Flaute: E-Scooter-Anbieter in Dortmund stellen neuen Trend fest

dzMobilität

Auch der E-Scooter-Branche hat die Corona-Krise zugesetzt. Und jetzt? Greifen die Kunden wieder zu? Ja, sagen die Anbieter - und noch etwas verändert sich.

von Tabea Prünte

Dortmund

, 16.07.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachfrage nach E-Scootern in Dortmund war laut Angaben der Anbieter während der Coronapandemie zunächst gesunken - sie steige momentan aber wieder deutlich an. Nicht alle Marken haben jedoch in den vergangenen Monaten ihre Roller durchgängig zum Verleih angeboten.

Anbieter „Spin“ und „Tier“ stellen Roller zur Verfügung

Der Anbieter „Tier“ hat seine E-Scooter ununterbrochen in Dortmund zur Verfügung gestellt, „um den Bewohnern eine zusätzliche Möglichkeit zu geben, notwendige Wege zur Arbeit, zum Einkauf oder zur Apotheke zurückzulegen“, heißt es vom Anbieter. Zum Schutz vor Corona wurden die Roller dabei regelmäßig gereinigt und desinfiziert.

Ähnlich ist der Anbieter „Spin“ vorgegangen, der ebenfalls Roller in Dortmund zum Ausleihen zur Verfügung stellt. „Infolge der Corona-Pandemie hat Spin die Desinfektionsintervalle für Scooter verkürzt“, heißt es von der Pressestelle. „Jeder Scooter, der ins Lager zurückgebracht wird, wird an allen wichtigen Kontaktpunkten gereinigt.“

Anbieter „Lime“ hat Angebot pausiert

Anders hat sich der Anbieter „Lime“ entschieden. Weltweit wurde der Verleih der Marke während der Ausgangsbeschränkungen für einige Wochen pausiert.

„Für Lime steht die Sicherheit der Mitarbeiter und unserer Nutzer an erster Stelle und wir wollten mit den getroffenen Maßnahmen dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen zu Hause bleiben“, so Alexander Graf von Pfeil, General Manager bei Lime in Deutschland.

Außerdem sei die Nachfrage aufgrund der Ausgangsbeschränkungen seit März ohnehin gesunken. Dies liege zum Beispiel daran, dass zu dieser Zeit weniger Pendler unterwegs waren.

Mittlerweile hat Lime das Angebot in Dortmund jedoch wieder ausgeweitet. Nachdem zunächst nur eine kleine Anzahl an Fahrzeugen zum Ausleihen zur Verfügung stand, will das Unternehmen nach und nach zur ursprünglichen Anzahl zurückkehren.

Neben der wieder steigenden Nachfrage in Dortmund sieht der Konzern eine positive Entwicklung: So dauern die Fahrten mit Lime-Scootern durchschnittlich 25 Prozent länger als im Vergleichszeitraum vor der Pandemie.

Aufwärtstrend nach Corona-Beschränkungen

„Viele Menschen organisieren aufgrund der Corona-Krise gerade ihre Fortbewegung neu - da haben wir eine super Chance, sie für das Thema Mikromobilität und E-Scooter zu gewinnen“, äußert sich Graf von Pfeil.

Einen ähnlichen Aufwärtstrend verspüren auch andere Anbieter. Dieser gehe laut der Pressestelle des Anbieters Tier mit den zunehmenden Lockerungen der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen einher. Auch der Anbieter Spin bestätigt diese Beobachtungen.

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