Die gewaltige Sprengung des Blindgängers hat an den umliegenden Gebäuden Schäden verursacht. © Polizei Dortmund
Bomben-Evakuierung

Nach Blindgänger-Sprengung: Stadt weiß nicht, wer für Schäden aufkommt

Bei der kontrollierten Sprengung einer 250-Kilo-Bombe in der Dortmunder Innenstadt sind am Sonntag (15.8.) mehrere Gebäude beschädigt worden. Wer für die Schäden aufkommt, weiß die Stadt aber noch nicht.

Es war eine heftige Detonation, die am Sonntagnachmittag (15.8.) am Platz von Novi Sad zu vernehmen war, als ein Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden war. Videoaufnahmen zeigen die gewaltige Sprengkraft der britischen 250-Kilogramm-Fliegerbombe.

Sie lässt sich aber auch am Montag rund um den Platz von Novi Sad noch gut beobachten. Die Fassaden der Gebäude, die an den Platz angrenzen, in dessen Mitte nun ein tiefer Krater ist, haben sichtbare Schäden davongetragen. Glasscheiben sind gesplittert, Sonnenblenden kaputt, vor allem ist da aber der Sand, mit dem die Bombe bedeckt und der weit in die Luft geschleudert worden war.

Der Sand klebt an Fassaden

Der Sand, er klebt an den Fassaden und Fenstern. Anwohner und Firmen fragen sich, wer für den Schaden und die Reinigung aufkommt. Die Stadt hat darauf am Montag (16.8.) noch keine Antwort. „Das Rechtsamt der Stadt Dortmund klärt aktuell noch, wer für die Schäden aufkommt“, heißt es um 14 Uhr in einer schriftlichen Antwort der Stadt auf Anfrage dieser Redaktion.

Die gewaltige Sprengung des Blindgängers hat an den umliegenden Gebäuden Schäden verursacht.
Ein am Platz von Novi Sad angeschlossenes Fahrrad sieht nach der kontrollierten Sprengung ziemlich ramponiert aus. © Schaper © Schaper

In einer anderen Frage ist die Antwort schon eindeutiger: Am Platz von Novi Sad war ein Fahrrad angeschlossen, das nach der Detonation mit Sand bedeckt war und etwas ramponiert aussah. Die Verantwortung liege beim Besitzer, heißt es von der Stadt. Das Rad habe schon vor der Sprengung keinen Sattel mehr gehabt und wahrscheinlich schon länger dort gestanden.

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Lukas Wittland

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