Nach Anschlag: Polizei erhöht „Wachsamkeit“ rund um Dortmunds Moscheen

Molotow-Cocktail-Würfe

Einen Tag nach dem Anschlag auf eine Moschee in Eving laufen die Ermittlungen weiter. Bei der Frage, wie sie Dortmunds Moscheen besser schützen will, bleibt die Polizei vage.

Dortmund

, 22.10.2019, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Anschlag: Polizei erhöht „Wachsamkeit“ rund um Dortmunds Moscheen

Ein großer schwarzer Fleck an der Wand der Moschee zeigt die Stelle, an der in der Nacht zu Montag ein Molotow-Cocktail zerschellt ist. © Oliver Schaper

Was das Motiv der Unbekannten gewesen sein könnte, Molotow-Cocktails auf die Ulu-Moschee in Eving zu werfen, gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt, teilte die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion lediglich mit.

Einen Zusammenhang mit dem Einmarsch der Türkei in die Kurden-Gebiete in Nordsyrien herzustellen, liegt nahe. Laut dem türkischen Generalkonsul in Essen, Sener Cebeci, seien Molotow-Cocktails eine beliebte Waffe der PKK. Die kurdische Arbeiterpartei, die in Deutschland als Terror-Organisation eingestuft ist, wird auch mit einem ähnlichen Anschlag auf ein türkisches Vereinsheim in Meschede im Sauerland Anfang 2018 in Verbindung gebracht.

Jetzt lesen

Derweil wirft die Polizei verstärkt ein Auge auf die knapp 50 Moscheen, die es nach Angaben der Polizei in Dortmund gibt. Die eingesetzten Polizisten seien „in besonderem Maße sensibilisiert worden und werden mit besonderer Wachsamkeit die Moscheen in Dortmund im Blick behalten“, so die Polizei. „Auch die Bezirksbeamten werden hier in der nächsten Zeit einen Schwerpunkt ihrer Arbeit setzen.“

Was das konkret bedeutet, ob es etwa permanenten Polizeischutz wie an der Dortmunder Synagoge gibt, dazu hielt sich die Polizei bedeckt: „Über Intensität und Qualität ihrer Schutzmaßnahmen gibt die Polizei aus taktischen Gründen keine Auskunft.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Meistgelesen