Mit dieser Maschine kamen am Sonntagabend rund 180 Passagiere in Dortmund an. © Oliver Schaper
Corona-Pandemie

Mutation des Coronavirus: Dortmunder Gesundheitsamt testet ankommende Fluggäste

Mitarbeiter des Dortmunder Gesundheitsamtes haben am Sonntagabend (20.12.) aus London kommende Fluggäste auf das Coronavirus getestet. Grund dafür ist eine Mutation des Virus und dessen Gefahr.

Der vorerst letzte aus Großbritannien ankommende Flug hat für viel Trubel im Dortmunder Gesundheitsamt gesorgt. Mitarbeiter der Behörde machten sich am Sonntagabend (20.12.) auf dem Weg zum Dortmunder Flughafen, um dort die aus London ankommenden Passagiere zu testen. In dem Flugzeug befanden sich etwa 180 Reisende.

Die Fluggäste wurden direkt an Bord der Maschine von Ryan Air getestet. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind mit dem Corona-Mobil der Stadt vor Ort. Die Maßnahmen vor Ort haben auch einen Einfluss auf die Passkontrollen: Diese wurden kurzfristig an der Seite des Flugfeldes außerhalb des Flughafengebäudes vorgenommen.

Hintergrund ist eine neue, hochansteckende Mutation des Coronavirus aus Großbritannien, die seit wenigen Tagen im Umlauf ist. „Wir wollen die Dortmunder Bevölkerung schützen. Daher testen wir die Fluggäste vor Ort“, teilte Stadtsprecherin Anke Widow mit.

Verbot von Flügen verkündet

Die Reisenden müssten dann erstmal in Quarantäne, bis sie ein negatives Testergebnis haben. Man wolle die Verbreitung in der Stadt verhindern, sagte die Stadtsprecherin.

Das Bundesverkehrsministerium hatte am Nachmittag ein Verbot von Flügen aus Großbritannien nach Deutschland verkündet. Das Verbot gilt ab Montag (21.12.).

Die in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus bereitet den Behörden große Sorgen. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden ist die Mutation deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Es gebe aber keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad
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