Mordkommission: Durchsuchungen wegen versuchter Brandstiftung in Dortmund

Versuchter Mord

Ein Brandsatz flog nachts durch eine Fensterscheibe, drei Familien waren in dem Haus, das die Täter offenbar anzünden wollten. Die Ermittler äußern einen Verdacht zum Hintergrund der Tat.

Dortmund

, 28.11.2019, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war 1 Uhr morgen, als an einem Tag Mitte Oktober in Mönchengladbach plötzlich eine Fensterscheibe eingeschmissen wurde. Ein Brandsatz flog in die Wohnung, doch der Brandbeschleuniger wirkte zum Glück nicht so, wie er offenbar sollte.

Es gab kein größeres Feuer, niemand wurde verletzt. Eine Mordkommission ermittelt dennoch wegen versuchter Brandstiftung. Zum Tatzeitpunkt befanden sich drei Familien mit mehreren Kindern im Haus.

Im Verlauf der Ermittlungen suchten die Fahnder nach zwei Personen, die von dem Haus weggelaufen sein sollten. Ein dunkler Kleinwagen soll zügig vom Tatort weggefahren worden sein.

Am Mittwoch (27.11.) haben die Beamten nun mehrere Wohnungen in Duisburg und Dortmund durchsucht. Zwei tatverdächtige Männer (19 und 25 Jahre alt) wurden festgenommen. „Beide Personen sind bereits polizeilich in Erscheinung getreten“, ist in einer Pressemitteilung zu lesen: „Hintergrund dürften eskalierte Streitigkeiten zwischen Familien sein.“

Beide Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft

Wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchter schwerer Brandstiftung (im Fall des 25-Jährigen) beziehungsweise Beihilfe zu selbigem (im Fall des 19-Jährigen) sitzen die beiden Männer jetzt in Untersuchungshaft.

Aktualisierung vom Freitag: Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt die Polizei Mönchengladbach, dass keiner der Festgenommenen aus Dortmund stamme. Hier gab es nur Hausdurchsuchungen. In einer vorherigen Meldung stand das anders.
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