Das lohnt sich beim Micro-Festival auf dem Friedensplatz besonders

dzMusik und Straßentheater

Das Micro-Festival ist wieder in der Stadt. Seit 23. bis zum 25. August gibt es wieder Musik und Straßentheater auf dem Friedensplatz. Das Highlight am Freitag kam aus Russland.

Dortmund

, 23.08.2019, 20:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weltmusik, Straßentheater und großartige Künstler abseits des Mainstreams sind die inhaltlichen Anker eines der ältesten Kultur-Festivals der Stadt. Und eine Botschaft: Unterschiedliche Hautfarben, kulturelle Traditionen oder Glaubensrichtungen verschwimmen, wenn man gemeinsam Musik hört oder tanzt.

Seit dem 23. August (Freitag) bis 25. August (Sonntag) kommen Künstler aus Deutschland, Spanien, Iran, Russland, Belgien, USA, Frankreich, Polen, Südafrika, Niederlande, Palästina, Schweiz und Italien nach Dortmund.

Diese drei Tipps sollen helfen, in der Programmvielfalt den Überblick zu behalten.

Die Highlights am Abend

Jeder der drei Festivaltage wird mit einem „Top-Act“ beschlossen. In diesem Jahr war das am Freitag die Band Iva Nova aus Russland (21 Uhr). Die vier Frauen waren auf der Bühne mit ihrer Energie mitreißend und spielten eine Mischung aus Folklore und Punk, die viel über russische Musiktraditionen verrät.

Den Samstag beschließt traditionell ein Theater-Event. Das Alarm Theater aus Bielefeld zeigt in Zusammenarbeit mit brasilianischen Schauspielern die gesellschaftskritische Straßentheater-Produktion „Schutzschilde“. Beginn ist um 22 Uhr auf dem Friedensplatz.

Am Sonntag tritt zum Festival-Finale die italienische Sängerin Flo Cangiano auf. Das „mediterrane Sahnehäubchen“, nennt Festivalleiterin Katrin Gellermann den Besuch der Neapolitanerin, in deren Sound Weltmusik und Pop zusammenfinden.

Wer noch mehr Musik sucht wird fündig bei persischen Klängen des Kioomars Musayyebi Quartetts (Freitag, 19.45 Uhr), Gypsy-Swing von der Marion & Sobo-Band (Samstag, 18.45 Uhr) oder südafrikanischer Musik von Soweto Soul (Samstag, 20 Uhr).

2. Die Theater-Kunst

Klassisches und experimentelles Straßentheater, komisch und kritisch zugleich: Das findet sich gleich mehrfach im Programm. Peter Trabner, bekannt als Gerichtsmediziner aus dem Dresden-Tatort, thematisierte in seiner Ein-Mann-Straßeninszenierung am Freitag die Selbstzerstörung der Menschheit durch den Klimawandel. Sein einziges Requisit ist ein Baum.

Jonglage und Comedy bietet das belgische Duo Sitting Duck (Samstag, 18 Uhr). Am selben Tag bespielt Fausto Giori als „stummer Clown“ den Friedensplatz. Am Sonntag gibt es viel Akrobatik mit dem Circo Pitanga aus der Schweiz oder der Handstandartistin Natalie Reckert.

3. Das Micro-Festival mit Kindern

Das gesamte Festival ist durch die große Fläche und das Programm familienfreundlich. Für Dortmunder mit Kindern lohnt sich aber am Sonntag ein Besuch ganz besonders.

Ab 15.30 Uhr ist ein Schmink-Stand mit DEW21-Maskottchen Pido aufgebaut. Um 16 Uhr gibt es Mitmachmusik mit Anspruch von der Gruppe Lauschelieder auf der Bühne. Unter dem Titel „Kinderkulturkarawane“ steht ein Auftritt der Nablus Circus School auf dem Plan. In der Zirkusschule finden Kinder und Jugendliche aus dem Westjordanland eine kreative Ablenkung von Gefahren und Unruhe im palätinensisch-israelischen Grenzgebiet.

Das Programm auf dem Friedensplatz startet am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Micro-Festival findet zum 26. Mal statt.

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