"Da kann man mal atmen", antwortete eine Passantin auf dem Westenhellweg auf die Nachfrage unseres Reporters, warum sie sich über die aufgehobene Maskenpflicht freue. © Nick Kaspers
Westenhellweg

„Mich hat die Maskenpflicht nie gestört“

Draußen frische Luft schnappen ohne Maske – das können Dortmunder nun auch wieder in den Fußgängerzonen. Viele fühlen sich erlöst - aber andere tragen die Maske weiter. Aus guten Gründen.

Acht Monate lang sah man auf dem Westenhellweg nur wenige Menschen ohne Maske – diese Zeit ist jetzt vorbei. In NRW wurde die Maskenpflicht im Freien aufgehoben, außer in Warteschlangen und bei Großveranstaltungen. Seit Montag (21.6.) sind deswegen wieder viele Dortmunder am Phoenix-See, in Einkaufsstraßen und Parks ohne Maske unterwegs – aber nicht alle.

Am Montagmorgen hingen in der Innenstadt noch an mehreren Orten Schilder, die auf die Maskenpflicht im Freien hinwiesen. So waren noch relativ viele Menschen mit Maske in der Innenstadt unterwegs.

Dortmunderin fände es schön, auch im Geschäft keine Maske tragen zu müssen

Eine Umfrage auf dem Westenhellweg zeigt, dass sich viele Dortmunder darüber freuen, draußen nun keine Maske mehr tragen zu müssen. So antwortete zum Beispiel eine Passantin auf die Frage unseres Reporters, wie sie zur Aufhebung der Maskenpflicht im Freien stehe: „Toll, ganz toll! Gott sei Dank.“

Sie ergänzt: „Dann kann man mal atmen.“ Sie fühle sich wohl auf dem Westenhellweg – trotz der Tatsache, dass ihr andere Menschen ohne Maske näher kommen können. Und sie geht noch einen Schritt weiter: „Am besten wäre es, wenn die Geschäfte ohne Maskenpflicht öffnen dürfen.“

Eine andere Haltung vertritt ein anederer Passant: „Ich finde die Lockerung in Ordnung, trage die Maske aber weiterhin, weil es einfach sicherer ist.“ Er sei zwar zweifach geimpft, wolle aber trotzdem auf Nummer sicher gehen, um niemanden anzustecken.

Passantin habe sich an Maske im Freien gewöhnt

Eine andere Dortmunderin sagt, sie finde die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien zwar okay, nehme die Situation mit vielen Menschen ohne Maske aber als „komisch“ wahr. „Man hat sich ein bisschen an die Maske gewöhnt“, sagt sie.

Ein weiterer Passant meint, er toleriere die neue Regelung, wäre aber auch weiterhin mit der Maske im Freien klargekommen: „Mich hat die Maskenpflicht nie gestört.“ Er sei Rentner und müsse die Maske deswegen nicht den ganzen Tag aufhaben wie etliche Arbeitnehmer: „Ich kann gut mit der Maske weiterleben“, sagt er.

Eine Maske im Freien zu tragen sei vor allem bei Hitze unangenehm

Weil nun wieder viele Menschen draußen ohne Maske unterwegs seien, achte er verstärkt darauf, Abstand zu anderen zu halten. „Und wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass mir Leute nahekommen, halte ich kurz die Luft an, um keine Aerosole einzuatmen.“

Eine Dortmunderin findet die neue Regel vor allem deswegen gut, „weil es bei den Temperaturen momentan ja ziemlich unangenehm ist, die Maske zu tragen.“ Ein anderer Dortmunder nennt noch ein weiteres Argument: „Es würde ja auch keinen Sinn ergeben, wenn die Leute im Café nebeneinander sitzen und keine Maske tragen müssen – dafür aber die, die draußen den Abstand einhalten.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
Zur Autorenseite
Nick Kaspers

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt