Ein „Netflix“ für Jäger-Filme und mehr: Wie die „Jagd & Hund“ sich 2020 verjüngt

Messe Jagd & Hund

Die „Jagd & Hund“ findet ab 28. Januar zum 39. Mal statt, wieder zeitgleich mit „Fisch & Angel“ und dem „Wild Food Festival“. In diesem Jahr gibt es zahlreiche Neuerungen.

Dortmund

von Anna Maria Stock

, 24.01.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein „Netflix“ für Jäger-Filme und mehr: Wie die „Jagd & Hund“ sich 2020 verjüngt

Anna, eine Kleine Münsterländerin, ist einer der Jagdhunde, die auf der Messe „Jagd & Hund“ zu erleben sein werden. © Schaper

Die Messe „Jagd & Hund“ öffnet am kommenden Dienstag (28. Januar) wieder ihre Tore. Bis zum darauffolgenden Sonntag (2. Februar) präsentieren sich in den Westfalenhallen über 800 Aussteller.

Zeitgleich finden wie bereits im letzten Jahr die Messe „Fisch & Angel“ und das kulinarische „Wild Food Festival“ statt. Zusammen belegen sie das gesamte Messegelände.

Neben Ausrüstung und Zubehör für die Jagd und das Angeln gibt es wieder ein vielfältiges Rahmenprogramm, etwa altbewährte Klassiker wie das Falkenfliegen und die Präsentation der Jagdhunde. Auf die kleinen Besucher wartet ein Naturerlebnispfad und die rollende Waldschule.

Und Feinschmecker können in verschiedenen Kochshows und Workshops von Profis lernen, wie man Wildbret zubereitet oder welchen Wein man am besten dazu serviert. Auch das In-Getränk Gin erhält Einzug – mit einem Tasting.

Flächenmäßig größer

Die „Jagd & Hund“ ist Europas größte Jagdmesse. Und in diesem Jahr wird sie noch ein bisschen größer: Der Parcours zum Testfahren der angebotenen Geländewagen wird erstmals nach draußen verlegt, auf den Messevorplatz. „Dadurch haben wir dieses Jahr noch mehr Platz für Aussteller“, so Evelyn Sabelek von der Westfalenhallen-Unternehmensgruppe.

Mehr Platz gibt es auch in dem neuen Eingangsbereich am Eingang Nord, der einen schnelleren Einlass möglich machen und so langes Anstehen verhindern soll. Durch die gläsernen Passagen zwischen den Hallen, die im letzten Jahr gebaut wurden, sollen auch die Wege für die Besucher kürzer werden.

Social-Media-Revier

Neu in diesem Jahr ist das Social-Media-Revier. Es heißt „Horrido“, nach einem alten Gruß aus der Jägersprache. Auf 300 Quadratmetern können Besucher dort Blogger und Influencer der Jagd-Szene treffen, die sie aus dem Internet kennen.

Gerade unter den Jüngeren der Jagdszene gebe es viele Blogger, so Sadelek. Etwa den Video- und Fotoblogger Dreispross, der den Jagdalltag dokumentiert. Oder Sandra Jung, die unter dem Namen falconer_sandra auf Instagram ihr Leben als Jägerin und Falknerin teilt. „Mit dem Social-Media-Revier reagieren wir also auf einen Trend“, sagt Sadelek.

Die akkreditierten Blogger werden im Laufe der Messe verschiedene Vorträge halten, deren Themen im Vorfeld über Umfragen in sozialen Medien ermittelt wurden. Sandra Jung wird zum Beispiel über Beizjagd sprechen, also über die Jagd mithilfe von Greifvögeln.

Von der Messe berichten werden die Blogger darüber hinaus auch: Es wird einen abgetrennten Bereich geben, in dem sie in Ruhe arbeiten können, um so ihre Berichte von der Messe mit der Welt zu teilen.

Neben ihren Vorträgen werden die Blogger in Rundgängen durch die Messe führen und Stände zu bestimmten Themen vorstellen. Außerdem wird es auf der Social Media-Fläche Jagdfilme des Video-Streaming-Portals „Hunt on Demand“ zu sehen geben – also so eine Art Netflix für Jägerfilme, das sich hier live präsentieren und um Abonnenten werben kann.

Viele Besucher

2019 hatten mehr als 82.000 Menschen die „Jagd & Hund“ besucht. In den letzten Jahren seien die Besucherzahlen stetig gestiegen, so Sabelek. Auch dieses Jahr werden entsprechend wieder zehntausende in den Westfalenhallen erwartet. Ob es auch wie in den letzten Jahren wieder Demonstrationen von Tierschützern geben wird, bleibt abzuwarten.

Karten kaufen

Tickets für alle drei Messen gibt es an der Tageskasse oder im Onlineshop unter shop.messe-dortmund.de, wobei die Tickets online etwas günstiger sind. Beispiel: Eine Tageskarte für Erwachsene kostet an der Tageskasse 19 Euro, online ist sie zwei Euro günstiger. Für Jugendliche, Studierende, Schüler und Menschen mit Behinderung gibt es Ermäßigungen. Wer ein Ticket für die „Jagd & Hund“ hat, erhält automatische Zutritt zu den anderen beiden Messen. Besucher der „Fisch & Angel“ können zusätzlich das „Wild Food Festival“ besuchen. Und wer einen Koch-Workshop besucht, erhält ohne Zusatzkosten eine Tageskarte für das „Wild Food Festival“. Weitere Infos zu Preisen, Tickets und dem Programm aller drei Messen gibt es online unter www.jagd-und-hund.de.
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