Dortmunder Schachtage

Mehr als 100.000 Menschen weltweit schauen in diesen Tagen nach Dortmund

Dortmund ist wieder einmal der Nabel der Schachwelt. Vom 16. bis 24. Juli findet die „Sparkassen Chess Trophy“ statt. Der Reigen der Teilnehmer reicht vom Hobbyspieler bis zu Ex-Weltmeistern.
Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik ist einer der Stars bei der "Sparkassen Chess Trophy" im Goldsaal der Westfalenhallen. © Laryea/Privat

Wenn mehr als 100.000 Menschen weltweit ein sportliches Großereignis in Dortmund verfolgen, denkt man normalerweise an Fußball. In der nächsten Wochen ist es allerdings der Schachsport, der dank Online-Übertragung aus Dortmund Menschen in der ganzen Welt in den Bann ziehen wird. Denn im Kongresszentrum der Westfalenhallen finden die 49. Internationalen Dortmunder Schachtage als „Sparkassen Chess Trophy 2022“ statt.

Höhepunkt ist das „NC World Masters“, bei dem sich unter anderem der 14. Schachweltmeister Wladimir Kramnik mit dem letztjährigen Sieger und 15. Schachweltmeister Viswanathan Anand gleich in der Auftaktpartie am Montag (18.7.) duelliert.

Es wird Schach mit klassischer Bedenkzeit ohne die Option der Rochade gespielt, heißt es zur Erläuterung. Weitere Teilnehmer des Top-Turniers mit vier Spielern sind der Weltklassespieler Michael Adams und der langjährige deutsche Nationalspieler Daniel Fridman. Das Turnier ist über sechs Partien, doppelrundig jeder gegen jeden, angesetzt.

Kratzen am Teilnehmerrekord

Parallel findet mit dem „Deutschland Grand Prix“ ein geschlossenes Großmeisterturnier statt, in dem unter anderem Europameister Matthias Blübaum und weitere Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft spielen. 20 Großmeister sind insgesamt am Start. Insgesamt finden bei den traditionsreichen Schachtagen sechs Wettbewerbe statt, berichtet Veranstaltungsleiter Carsten Hensel – darunter erstmals auch ein stark besetztes Frauen-Turnier.

Das Team um Veranstaltungsleiter Carsten Hensel (r.) hat den Aufbau für die Dortmunder Schachtage im Kongresszentrum der Westfalenhallen gestemmt. © Privat

Schon an diesem Samstag (16.7.) beginnt im Kongresszentrum das Open-Turnier, bei dem auch Hobbyspieler dabei sind. Insgesamt kommen die Schachtage so auf rund 500 Teilnehmer aus 30 Nationen. „Wir kratzen am Rekord von 1992 mit damals 541 Teilnehmern“, freut sich Carsten Hensel.

Corona-technisch gibt es keine großen Einschränkungen mehr. Das heißt, dass auch Zuschauer wieder vor Ort dabei sein können. Die wird es ansonsten erfahrungsgemäß vor allem online geben. Denn das Turnier wird unter anderem im Livestream über Youtube zu erleben sein. Ex-Weltklasse-Spieler Artur Jussupow und Streamerin Fiona Steil-Antoni (fionchetta) werden die Großmeisterturniere ab Sonntag täglich live begleiten und die Partien fachkundig und unterhaltsam kommentieren.

„Ich denke, da werden einige Hunderttausend pro Tag zuschauen wollen. Und damit wird Dortmund auch in die Welt hinausgetragen“, sagt Hensel. Infos gibt es unter www.sparkassen-chess-trophy.de.

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