Maskenverweigerer greift Bundespolizisten am Dortmunder Hauptbahnhof an

Tat gefilmt

„Ist das die Machtergreifung wie 1933?“ Das soll ein 34-jähriger Dortmunder entgegnet haben, als Bundespolizisten ihn aufgeforderten, eine Maske aufzusetzen. Am Ende attackierte er die Beamten.

Dortmund

24.08.2020, 19:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bodycams helfen bei der Aufklärung von Straftaten – vor allem gegen Beamte selbst. (Symbolbild)

Bodycams helfen bei der Aufklärung von Straftaten – vor allem gegen Beamte selbst. (Symbolbild) © dpa

Am Dortmunder Hauptbahnhof kam es am Samstagabend (22. August) zu einem Angriff auf Bundespolizisten. Zuvor war ein 34-jähriger Mann aufgefordert worden, seine Maske im Hauptbahnhof aufzusetzen, wie die Bundespolizei berichtet.

Gegen 23.30 Uhr bemerkten die Beamten den Dortmunder im Hauptbahnhof. Dabei soll er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen und sei dementsprechend aufgefordert worden, diesen aufzusetzen. Die Aufforderung habe der Mann schlichtweg mit „Nö!“ quittiert, heißt es in der Mitteilung.

„Ist das die Machtergreifung wie 1933?“

Als er daraufhin kontrolliert werden sollte, habe er den Bundespolizisten entgegnet: „Ist das die Machtergreifung wie 1933, muss man alles machen, was der Staat sagt?“ und „Außerdem bringt die Pappmaske eh nichts“.

Als er mehrfach aufgefordert worden sei, sich auszuweisen, soll er sich den Griff seines mitgeführten Reisekoffers gegen die eigene Stirn geschlagen haben. Während die Bundespolizisten ihn daran hinderten, habe er versucht einen Beamten mit seiner Faust ins Gesicht zu schlagen.

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Er sei daraufhin gefesselt und zur Wache gebracht worden. Das Verhalten des Mannes und der Angriff auf den Bundespolizisten sei durch eine BodyCam aufgezeichnet worden.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung und wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte.

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