Das sagen Dortmunder Eltern zur Maskenpflicht ihrer Kinder

dzCorona und Schule

Elternverbände in Nordrhein-Westfalen fordern eine Alternative zur Maskenpflicht im Unterricht und wenden sich damit direkt ans Schulministerium. Was sagen Eltern in Dortmund zur Maskenpflicht?

Dortmund

, 21.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verschiedene Elternverbände in Nordrhein-Westfalen haben Forderungen und Wünsche für das neue Schuljahr unter Corona-Bedingungen in einem Katalog zusammengetragen. Mit sieben Forderungen wenden sie sich direkt an das Schulministerium und den zuständigen Staatssekretär.

Forderungskatalog der Elternverbände

In dem Katalog wurden eigene Erfahrungen und Rückmeldungen vieler Eltern in NRW zusammengetragen. Die Elternverbände fordern darin unter anderem wöchentliche Tests für Schüler sowie alternative zentrale Prüfungen.

Außerdem machen sie auf ihr Mitwirkungsrecht am Schulgesetz aufmerksam. Sie fordern, dass das Corona-Schutzprogramm übersichtlich zusammengefasst wird und die Schulen vermehrt auf außerschulische Lernorte setzen. Dadurch könnten Abstandsregeln einfacher eingehalten werden. Ebenfalls wird der Wunsch nach einer Alternative zur Maskenpflicht im Unterricht laut.

Das sagen Eltern in Dortmund zur Maskenpflicht in der Schule

Eine Stimmungsabfrage von Eltern in Dortmund ergibt unterschiedliche Meinungen zur Maskenpflicht im Unterricht. Einige Eltern sagen, sie seien froh, dass ihre Kinder „überhaupt wieder in die Schule gehen“ können. Aber auch Kritik an der „einfachen Maskenlösung“ wird laut.

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Wunsch nach einer alternativen Lösung zur Maske

Vivien Haußmanns Tochter (10) geht in die 5. Klasse einer Realschule in Dortmund. „Meine Tochter kommt jeden Tag mit Kopfschmerzen und Schwindel aus der Schule nach Hause“, erzählt Haußmann. „Wenn sie sich darüber beklagt, sage ich als Mutter nicht direkt ‚Das liegt an der Maske!‘ zu ihr, aber trotzdem bin ich mir sicher, dass es daher kommt.“

„Ich finde es gut, dass meine Tochter zur Schule gehen kann, aber nicht unter diesen Umständen. Für mich wäre eine gute Lösung, wenn die Schulen Trennwände aus Plexiglas zwischen den Schülern anbringen würden. Aber die Maske ist wohl einfacher.“

Masketragen ist Gewohnheitssache

Tanja Langers Tochter (12) geht in die 7. Klasse eines Gymnasiums in Dortmund. „Meine Tochter ist gesundheitlich vorbelastet. Bevor die Schule wieder angefangen hat, konnte sie sich beim Einkaufen langsam an das Maskentragen gewöhnen“, sagt Langer. „Am Anfang ist der Drang noch da, sich den Mundschutz direkt vorm Laden wieder vom Mund zu reißen, aber mittlerweile ist das einfach Gewohnheitssache. „

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„Obwohl meine Tochter eher empfindlich ist, kam sie auch trotz des heißen Wetters bisher sehr entspannt aus der Schule. Sie freut sich, dass sie überhaupt wieder in die Schule gehen kann. Dafür habe sie mehr Schwierigkeiten damit, dass sie im Klassenzimmer so nah an ihren Mitschülern sitzt. Trotzdem fühlt sie sich auch da mit der Maske sehr sicher.“

Ängste der Eltern wahrnehmen

Björn Neumann ist Vater von drei Kindern (10, 7 und 6) auf einer Grundschule und einem Gymnasium in Dortmund. „Die Maskenpflicht in den Schulen ist für die Kinder völlig unzumutbar“, findet er. „Die Bedenken der Eltern werden ignoriert. Viele Eltern ärgert es sehr, nur leider macht keiner was dagegen. Die Kinder müssen darunter leiden.“

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„Sechs Wochen hatten die Schulen Zeit, um eine vernünftige Lösung zu finden. Aber weil alles Geld kostet, war die Mundschutzpflicht wohl am einfachsten und günstigsten“, so Neumann weiter. „Mich macht es wütend zu sehen, wie die Kleinen maskiert über den Schulhof laufen, nicht trinken dürfen, wann sie wollen und mit Kopfschmerzen nach Hause kommen. Ich denke, die Ängste von Eltern sollten wahrgenommen werden.“

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