Mann spricht Kind in der Pause an - jetzt sensibilisieren Schulen die Eltern

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Vor der Friedrich-Ebert-Grundschule in Schüren ist ein Kind von einem Mann angesprochen worden. In Hörde gab es einen bisher unbestätigten Fall. So sollten sich Eltern jetzt verhalten.

Dortmund

, 29.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Fall ereignete sich nach Angaben von Polizeisprecherin Nina Vogt am Mittwoch (27.3.) zur Pausenzeit an der Friedrich-Ebert-Grundschule an der Bergmeisterstraße. Ein Unbekannter habe ein achtjähriges Mädchen angesprochen.

Das Kind reagierte richtig, entfernte sich schnell und informierte die Lehrer. Schulleiterin Rita Mölders entschied sich für einen Brief an die Eltern der 237 Schürener Schüler. „Es geht darum, die Kinder zu stärken und Eltern für das Thema sensibel zu machen“, sagt Rita Mölders.

Schulleiterin: „Alle müssen die Augen offen halten.“

„Denn alle müssen die Augen offen halten. Deshalb ist es wichtig, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu pflegen.“ Und im besten Fall zu informieren, bevor solche Fälle über What’s App und Facebook eine schwer zu kontrollierende Dynamik bekommen.

In dem Elternbrief wirbt Rita Mölders für einen Umgang mit dem Thema, der Kinder nicht in „Hysterie und Panik“ versetze. „Ich bitte Sie mit ihrem Kind noch einmal über das richtige Verhalten Fremden gegenüber zu sprechen. Dabei ist wichtig, keine Ängste beim Kind aufzubauen. Kinder müssen wissen, dass sie Nein sagen müssen, wenn Fremde ihnen etwas anbieten und natürlich dürfen sie in keinem Fall mit Fremden mitgehen.“


Kinder sollten laut rufen und auf dem Schulweg nicht allein sein

In einer bedrohlichen Lage sollten Kinder laut rufen. Rita Mölder empfiehlt, dass Kinder den Schulweg nicht allein gehen. „Abraten möchte ich davon, die Kinder nun verstärkt mit dem Auto zur Schule zu bringen.“

Die Polizei kündigt an, in den nächsten Tagen verstärkt vor der Schule präsent zu sein. Das Mädchen soll noch einmal vernommen werden.

Diese Redaktion hat noch ein zweites Schreiben einer Schulleitung erreicht. Ein Schüler der Stift-Grundschule gab an, am 25. März (Montag) nach Schulschluss von einem Fremden angesprochen worden zu sein. In den Klassen sei das Thema aufgegriffen worden. Eltern wurden auch hier von der Schulleiterin gebeten, „dieses wichtige Thema zu thematisieren“.

Andere Dortmunder Schulen klären Eltern ebenfalls auf

Polizeisprecherin Nina Vogt sagt zum Vorfall in Hörde: „Eine konkrete Beschreibung gab es zu der Person nicht. Die Kollegen waren am Folgetag an der Schule und konnten keine Feststellungen machen.“

Andere Dortmunder Grundschulen haben nun ebenfalls Eltern mit Briefen informiert. Bei Facebook tauschen sich Eltern über ihre Sorge aus.

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