Mann (29) in der Dortmunder Innenstadt angeschossen

Polizei-Einsatz

Die Polizei Dortmund ist am Mittwochabend im Einsatz gewesen, weil Anwohner Schussgeräusche gehört haben. Vor Ort haben die Beamten aber nichts gefunden: Täter und auch Opfer flüchteten.

Dortmund

, 25.06.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Gerichtsviertel in der östlichen Innenstadt gab es einen Polizei-Einsatz.

Im Gerichtsviertel in der östlichen Innenstadt gab es einen Polizei-Einsatz. © Oskar Neubauer

Eine Anwohnerin der Lübecker Straße in der östlichen Innenstadt berichtet, gegen 22 Uhr seien in ihrer Nachbarschaft drei Schüsse gefallen. „Der Täter rannte weg und jemand schrie etwas auf einer mir unbekannten Sprache“, sagt die Frau: „Das war sehr unheimlich.“

Die Kriminalpolizei habe am Donnerstag Nachbarn befragt. Am Nachmittag bestätigt dann Polizeisprecher Sven Schönberg den Einsatz auf Anfrage: „Am Mittwochabend hat es in der Lübecker Straße eine Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gegeben. Durch eine Schussabgabe ist ein Mann dabei schwer verletzt worden.“

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Gegen 21.50 Uhr sei es zunächst auf der Straße zu einem lautstarken Streitgespräch zweier Gruppen gekommen. Nachdem zwei Schüsse einen Mann im Oberschenkel trafen, flüchteten alle Beteiligten sowohl zu Fuß als auch mit Fahrzeugen von der Örtlichkeit, so Staatsanwalt Felix Giesenregen.

Der Verletzte ist nicht in Lebensgefahr

Bei anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein 29-Jähriger in der Nacht zu Donnerstag in einem Krankenhaus auf Grund einer Schussverletzung behandelt wurde. Es besteht keine Lebensgefahr. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Staatsanwalt Giesenregen gibt offen zu, dass er noch nicht weiß, wie er die Aussagen einordnen soll: „Es gibt Vorwürfe bezüglich eines zerkratzten Autos“, sagt er. Offenbar sei dieser Streit darin gemündet, dem 29-Jährigen in den Oberschenkel zu schießen. Es gebe einen „vagen Tatverdacht“ gegen eine Person, die aber noch nicht vernommen wurde.

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