„Mammutmarsch“: Tausende Dortmunder sollen Wandern gehen - zusammen und doch allein

dzVeranstaltung

Der Wander-Veranstalter „Mammutmarsch“ organisiert ein corona-konformes Event in Dortmund. Normalerweise sind seine Veranstaltungen Massenwanderungen mit tausenden Menschen.

Dortmund

, 22.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise sind die Events des Wander-Veranstalter „Mammmutmarsch“ Massenveranstaltungen: 2000 bis 2500 Teilnehmer ziehen mit Musik an Food-Trucks vorbei durch verschiedene Städte in Deutschland. Nun kommt „Mammutmarsch“ erstmals nach Dortmund - allerdings angepasst an die Corona-Pandemie.

Statt in einem großen Pulk laufen die Wanderer maximal in kleinen Freundesgruppen los. Vom 31. Juli bis zum 2. August können Dortmunder beim so genannten „Hike Alone“-Event mitmarschieren.

Los geht es für die Wanderer ab 8 Uhr morgens am DFB-Museum: Dort holen sie sich ihr Routenmaterial ab. Damit dort nicht zu viele Teilnehmer Schlange stehen, müssen sich die Wanderer bei der Online-Buchung schon für eine Start-Zeit anmelden. Außer den Wander-Karten erhalten Teilnehmer auch ein T-Shirt, Snacks und ein Teilnahmebändchen.

Teilnehmer suchen sich Strecke durch Stadt oder Natur aus

Von dort aus geht es los durch Dortmund: Sieben Strecken stehen zur Auswahl. Die kürzesten sind 30 Kilometer lang, für die längsten Strecken müssen die Teilnehmer 50 Kilometer hinter sich bringen.

Die Strecken sind thematisch sortiert: Es gibt eine BVB-Tour, die an Borussia-bezogenen Orten vorbeiführt. Die „Stadt im Wandel“-Touren bringt Wanderer zu verschiedenen (Ex-)Industriestätten.

Dortmunder Geschichte lernt man auch bei der „Zechen und Schlösser“-Tour kennen, auf der man an ehemaligen Zechen und an den Wasserschlössern vorbeiwandert.

Für diejenigen, die lieber an Flüssen und Seen entlanglaufen, bietet der Veranstalter die „Natur und Wasser“-Tour an, die über den Phoenixsee, über Hohensyburg und den Hengsteysee führt.

Alle Strecken wurden von Mammutmarsch herausgesucht und dürfen von den Teilnehmern nicht veröffentlicht werden. Auf der Route sind Punkte markiert, an denen sich die Teilnehmer über einen Audio-Guide Hintergründe über den Ort anhören können.

Whatsapp-Gruppe statt Pulk

Auch wenn nicht alle Teilnehmer gemeinsam wandern können, soll der Austausch laut der Veranstalter trotzdem nicht fehlen: Die Wanderer bleiben über Hashtags und Whatsapp-Gruppen in Kontakt. „So können wir einen Beitrag gegen die Pandemie leisten und trotzdem zusammen wandern gehen“, erklärt Sabrina Krause von Mammutmarsch.

Damit sie sich ihre Medaille abholen können, müssen die Teilnehmer vor 22 Uhr zurück beim DFB-Museum sein. Das sollte laut Krause auch für die 50-Kilometer-Wanderer möglich sein. „Wir planen für die 50 Kilometer 10 bis 12 Stunden Wanderzeit ein“, sagt Krause. „Das ist eine anspruchsvolle Geschichte, aber es soll schließlich auch eine Herausforderung sein!“

Für eine der „Hike Alone“ Touren können sich Interessierte online anmelden (www.mammutmarsch.de/hikealone/). Ein Ticket kostet 35 Euro.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Sommer in Dortmund
Hitzewelle im Corona-Jahr: Ansturm auf die Freibäder - mit Abstand, natürlich
Hellweger Anzeiger Bei Neonazis beliebte Modemarke
Thor Steinar und das mahnende Beispiel der Rheinischen Straße