Lebensgefährliche Steinwürfe auf der B236 – zahlreiche Fahrzeuge beschädigt

Zeugen gesucht

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen haben Personen Steine von einer Brücke auf die B236 geworfen. Sie trafen knapp ein Dutzend Fahrzeuge. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach den Tätern.

Scharnhorst, Dortmund

04.02.2020, 13:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lebensgefährliche Steinwürfe auf der B236 – zahlreiche Fahrzeuge beschädigt

An der B236 warfen Personen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Steine auf fahrende Autos. © Archiv

Nachdem bereits am Sonntag (2. Februar) Steine von der Fußgängerbrücke auf die viel befahrene Bundesstraße 236 in Scharnhorst geworfen worden waren, schlugen die Täter am Montagabend (3. Februar) erneut zu: Insgesamt elf Fahrzeuge wurden getroffen.

Die ersten Steine flogen am Sonntagabend um 19.50 Uhr von der Brücke am Wambeler Holz und trafen zwei Fahrzeuge: ein Auto aus Lünen und einen Lkw aus dem Erzgebirgskreis. Der Lkw-Fahrer erstattete noch am Abend Anzeige, die Polizei Dortmund suchte mit zahlreichen Einsatzkräften und einem Polizeihubschrauber nach den Verdächtigen – vergeblich.

Einen Tag später treffen die Täter neun weitere Autos

Nur einen Tag später standen die Steinewerfer auf derselben Brücke. Ein Zeuge sah dort gegen 20.04 Uhr vier Jugendliche. An dem Abend wurden drei Lkw und sechs Autos auf der B236 von Steinen getroffen. Die Fahrer kamen aus Lünen, Selm, Dortmund, Gladbeck, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Krefeld und Neckarsulm.

Dass die Täter an zwei aufeinanderfolgenden Tagen an derselben Stelle zuschlagen, sei höchst ungewöhnlich, heißt es aus der Pressestelle der Dortmunder Polizei. Auch am zweiten Abend waren die alarmierten Beamten bei ihrer Suche nach den Tätern erfolglos.

Durch die Steinwürfe wurde an beiden Tagen glücklicherweise niemand verletzt. „Der Einsatz hatte höchste Priorität“, sagt Polizeisprecher Peter Bandermann, „Steinwürfe von einer Brücke auf Autos – das kann schnell tödlich enden.“

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Bandermann betont: „Man muss den Jugendlichen auch einfach klarmachen: Wenn sie das wieder tun, kann es sein, dass sie in ihrem Alter schon ein Menschenleben zu verantworten haben.“

Die Steine, die auf der B236 Fahrzeuge trafen, rissen „nur“ Windschutzscheiben ein und beschädigten die Karosserien. Schlüge ein Stein jedoch durch die Scheibe durch, wäre das für die Insassen lebensgefährlich. Und auch wenn der Stein nur abprallt, könnte es sein, dass sich der Fahrer erschreckt, das Steuer herumreißt und so einen Unfall verursacht.

Die Polizei bitten die Öffentlichkeit um Hilfe: Wer an den beiden Abenden verdächtige Jugendliche im Bereich der Brücke am Wambeler Holz gesehen hat, wird gebeten, sich unter (0231) 1324272 bei der Polizei zu melden.

Grundsätzlich gilt: Wer verdächtige Personen auf Brücken beobachtet, sollte umgehend den Notruf unter Tel. 110 wählen.

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