Lebensgefährliche Abkürzung: Jugendliche bringen Zug zur Vollbremsung und steigen ein

Eurobahn

Drei Jugendliche haben am Mittwochabend die Gleise vor einem einfahrenden Zug überquert und stiegen ein. Ihre Begründung ist dreist – mit einem Fahrgast hatten sie jedoch nicht gerechnet.

Dortmund, Scharnhorst

22.08.2019, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lebensgefährliche Abkürzung: Jugendliche bringen Zug zur Vollbremsung und steigen ein

Kurz vor dem Haltepunkt Scharnhorst musste eine Eurobahn notbremsen – schuld waren drei Jugendliche. © Oliver Schaper (Symbolbild)

Der Lokführer einer Eurobahn musste am Mittwochabend (21. 8.) eine Schnellbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß mit drei Jugendlichen zu verhindern.

Wie die Polizei mitteilt, befand sich der Zug kurz vor dem Haltepunkt Dortmund-Scharnhorst, als drei Jungen aus Hagen im Alter von 16, 17 und ebenfalls 17 Jahren kurz vor der Bahn über die Gleise liefen. Noch vor dem Bahnsteig kam der Zug zum Stehen. Nach kurzem Halt setzte er die Fahrt fort.

Die Jugendlichen stiegen in eben jenen Zug ein, den sie mit ihrem gefährlichen Manöver zum Bremsen gebracht hatten. In dem Zug saß allerdings auch ein Bundespolizist, der auf dem Weg zum Dienst war.

Lebensgefährliche Abkürzung

Gegenüber diesem und einem Eurobahnmitarbeiter erklärten die Jugendlichen, dass sie unbedingt den Zug erreichen mussten und deshalb den Weg quer über die Gleise abgekürzt hätten, heißt es in der Polizeimitteilung.

Am Dortmunder Hauptbahnhof angekommen, mussten die Jungen zunächst mit zur Wache der Bundespolizei. Laut Polizei wurden sie dort eindringlich über ihr lebensgefährliches Handeln aufgeklärt und die Erziehungsberechtigten telefonisch informiert.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Vornahme einer Betriebsstörung/-gefährdung und unbefugten Aufenthaltes in den Gleisen. Die Jungen durften später ihren Weg fortsetzen.

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