Ehemaliger BVB-Star könnte Kreuzviertel-Kneipe „Kumpel Erich“ übernehmen

dzGastronomie

Irres Gastronomie-Gerücht im Kreuzviertel: Ein erfolgreicher Betrieb mit BVB-Promi-Faktor soll in den Startlöchern stehen, um die kürzlich geschlossene Kneipe „Kumpel Erich“ neu zu eröffnen.

Dortmund

, 24.01.2020, 07:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

An einer normalerweise belebten Stelle an der Ecke Kreuzstraße/Lindemannstraße ist seit Ende Dezember nichts mehr los: Die Kneipe „Kumpel Erich“ hat geschlossen. Doch es gibt Aussicht auf eine namhafte Nachfolge.

Das „Mit Schmackes“, seit dreieinhalb Jahren an der Hohe Straße/Kreuzstraße erfolgreicher Teil der Kreuzviertel-Gastronomie, könnte im ehemaligen „Kumpel Erich“ einen zweiten Standort eröffnen.

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Christopher Reinecke, gemeinsam mit Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz Geschäftsführer und Gesellschafter des „Mit Schmackes“, bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion das Gerücht, das seit mehreren Monaten im „Kreuzviertel-Funk“ herumgeht.

Gespräche zwischen „Schmackes“-Betreiber und Brauerei als Verpächterin

„Wir können es uns sehr gut vorstellen, das ist ein sehr interessanter und geschichtsträchtiger Standort“, sagt Christopher Reinecke. Es gebe bereits seit einigen Monaten Gespräche mit dem Verpächter der Räume, der Dortmunder Actien-Brauerei GmbH, einem Teil der Radeberger-Gruppe.

Uwe Helmich, Geschäftsführer der Dortmunder Brauereien, teilt auf Anfrage mit, dass es eine Veränderung des Pächters geben werde, man aber in laufenden Verhandlungen keinen Vollzug vermelden werde.

Ehemaliger BVB-Star könnte Kreuzviertel-Kneipe „Kumpel Erich“ übernehmen

Der ehemalige BVB-Profi Kevin Großkreutz ist seit dreieinhalb Jahren Mitgesellschafter des "Mit Schmackes", einer Kneipe mit großer Speisekarte. © Felix Guth

Aufseiten des „Schmackes“ ist der Wille aber groß, dass es klappt. Es existiert jedenfalls schon ein Konzept, das auf bisher erfolgreiche Elemente wie „bodenständig, rustikal und bierig“ setzt und auch den Fußball wieder an eine der Hauptachsen zum Stadion zurückbringen soll. Zuletzt hatte der Wirt im „Kumpel Erich“ aus Kostengründen komplett auf die Übertragung von BVB-Spielen verzichtet.

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Erste Pläne sehen vor, dass der Restaurantbetrieb des „Mit Schmackes“ an der Hohe Straße bleibt und der Laden einige hundert Meter weiter an der Kreuzstraße das Angebot ergänzt. „Wir wollen Synergien erschaffen, haben viele gute und witzige Ideen“, sagt Christopher Reinecke.

Entkräften kann er die Sorge mancher „Kumpel Erich“-Stammgäste, die schon mit einem Foto vom prächtigen Tresen zu Reinecke kamen und befürchteten, er wolle das markante Stück rausschmeißen. „Das hat niemand vor“, sagt er. Zur Erinnerung: Solche Fragen kommen offenbar schon, bevor überhaupt irgendein Vertrag unterschrieben ist.

Biergarten und lange Tradition: Viel Potenzial für ein zweites „Schmackes“

Mit ehemaligen „Kumpel Erich“-Mitarbeitern seien bereits Gespräche über eine Anstellung geführt worden, sagt Christopher Reinecke. Das Potenzial für einen zweiten Laden sieht er auf jeden Fall. „Wir merken, dass wir den Anfragen nicht mehr gerecht werden können“, sagt der Gastronom. Zudem biete der zweite Standort mit bis zu 100 Außenplätzen gute Möglichkeiten.

Reineckes Geschäftspartner und Freund Kevin Großkreutz ist in alle Gespräche mit eingebunden. Sein Bekanntheitsgrad dürfte auch einem zweiten Standort beim Marketing sicherlich hilfreich sein. „Aber wenn man nicht abliefert, ist es egal, wer dahintersteht“, sagt Christopher Reinecke.

Wann der Betrieb weitergeht, steht noch nicht fest

„Wir lernen jeden Tag“, sagt er über die Arbeit im „Schmackes“. 25 Menschen sind hier angestellt. Unter den Gastronomen im Kreuzviertel gebe es einen regelmäßigen Austausch und ein gutes Verhältnis: „Wir können froh sein, dass es solche Viertel in der Stadt gibt.“

Wann der Betrieb in den aktuell noch eingerichteten, aber ungenutzten Räumen des „Kumpel Erich“ weitergehen könnte, steht noch nicht fest. Möglich erscheint eine Neueröffnung im Frühsommer.

„Kumpel Erich“-Betreiber Sebastian Noetzel hatte sich von der Kneipe getrennt, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Er steht auch hinter der Diskothek „Silent Sinners“ an der Möllerbrücke. Von 2003 bis 2014 war am „Kumpel Erich“-Standort die „Barrock“ zuhause, zuvor über viele Jahrzehnte die „Westfalenschänke“.

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