Kontrolle per App: Media Markt und Saturn mit neuem Hygienesystem

dzCoronavirus

Media Markt und Saturn gehen bei der Kontrolle von Hygienemaßnahmen neue Wege. Eine App soll dabei helfen, die Regeln einzuhalten. Das System könnte bald auch andernorts angewandt werden.

Dortmund

, 22.05.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Elektronikhändler Media Markt und Saturn machen ihrer Branche in der Corona-Krise alle Ehre. Nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass in den Filialen der Unternehmensgruppe demnächst digitale Türsteher für einen geregelten Kundenzulauf sorgen sollen, etabliert die Firma nun auch als erstes Handelsunternehmen eine Kontroll-App für die Hygienemaßnahmen.

Man kann in diesen Zeiten durchaus den Überblick verlieren, wenn es darum geht, wann und wo welche konkreten Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden müssen.

App wird bereits in anderen Branchen genutzt

Um dieses Problem zu lösen, nutzen die Elektronikhändler Media Markt und Saturn nun eine App, die den einzelnen Filialen bei der Kontrolle der jeweils geltenden Hygieneregeln behilflich sein soll.

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„Die App als solche gibt es bereits seit knapp 2 1/2 Jahren. Allerdings wird sie bislang vor allem in der Lebensmittelbranche eingesetzt. „Mit Media Markt und Saturn nutzen nun zukünftig auch die ersten Händler diese Kontrollmöglichkeit“, erklärt Stefan Maisack vom TÜV Süd. Zusammen mit Media Markt und Saturn hat der TÜV die App weiterentwickelt.

Notwendige Arbeiten werden angezeigt

Doch wie funktioniert der digitale Kontrolleur? Die App dient den Mitarbeitern als Checkliste, in der die jeweils im Bundesland gültigen Regelungen aufgeführt werden. „In Echtzeit wird den zuständigen Mitarbeitern auf mobilen Endgeräten angezeigt, welche Arbeiten und Vorkehrungen zum Infektionsschutz noch getroffen werden müssen“, so Maisack.

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Das können zum Beispiel Reinigungsintervalle, oder das regelmäßige Desinfizieren von Einkaufswagen sein. Laut Eva Simmelbauer von der Unternehmensgruppe MediaMarktSaturn werde dieser Katalog dann von den Mitarbeitern abgearbeitet und erledigte Aufgaben im System gekennzeichnet.

Dortmunder Filialen werden bis Ende Mai ausgestattet

Falls beispielsweise Desinfektionsmittel fehlen sollte, würde dies in der App direkt angezeigt. „So kann dann umgehend reagiert werden. Auf diese Weise können die notwendigen Arbeiten für jede Filiale angezeigt und durchgeführt werden“, so Simmelbauer.

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Sollten kurzfristig neue Regelungen in Kraft treten, könne man diese sofort umsetzen. Derzeit absolvieren die Mitarbeiter Simmelbauer zufolge noch die erforderlichen Schulungen. Allerdings solle das System noch im Mai auch in den Dortmunder Filialen zum Einsatz kommen.

Man habe derweil von Filialen, in denen die App bereits genutzt wird, gutes Feedback bekommen. „Das System kann den Angestellten wirklich helfen und ich weiß, dass sich auch viele andere Unternehmen mit einer möglichen Einführung dieses Konzeptes beschäftigen.

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