Keine Sonne, keine E-Scooter? – Was mit den Rollern im Herbst passiert

Fragen und Antworten

War er das schon, der große E-Scooter-Boom? Die langen Sommertage sind vorbei, es drohen Kälte, Nässe und Glätte. Fragen und Antworten zum E-Scooter in der kalten Jahreszeit.

Dortmund

von Larissa Schwedes, dpa

, 16.10.2019, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Keine Sonne, keine E-Scooter? – Was mit den Rollern im Herbst passiert

Ein E-Scooter fährt bei Regenwetter durch die Kölner Innenstadt. © dpa

Kaum hat sich Deutschland an die E-Scooter auf den Straßen gewöhnt, da ist deren Hochsaison auch schon wieder vorbei. Wer dem Wetter trotzen und die Roller auch in der kalten, dunklen Jahreszeit zur Fortbewegung nutzen will, sollte einiges beachten.

? Sind die Scooter nur reines Sommervergnügen?

Prinzipiell soll das auch in der kalten Jahreszeit möglich sein. „Das Geschäft geht regulär weiter“, sagt etwa Bodo Braunmühl von der Vermieter-Firma Tier. „Die Menschen müssen sich ja trotzdem fortbewegen. Und 20 Minuten in der Kälte auf einen Bus zu warten, ist auch nicht schön.“ Erst wenn Eis und Schnee kommen, wollen die Anbieter ihren Betrieb einstellen.

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? Und wie funktioniert das dann?

Da man eine App auf dem eigenen Smartphone braucht, um einen E-Scooter auszuleihen, können die Anbieter diesen Service kurzfristig sperren. Sie können damit auch Zonen festlegen, in denen die Scooter nicht abgestellt werden dürfen – weil die Fahrt dort dann einfach nicht per App beendet werden kann. Köln plant etwa für den Karnevalsbeginn am 11. November, die Verbotszonen für Scooter auszuweiten. In Düsseldorf gibt es keine solchen Pläne. Auch in der Weihnachtsmarkt-Saison kann es Einschränkungen in einigen Städten geben.

? Sind die Gefährte überhaupt winterfest?

Wenn man die Anbieter fragt, prinzipiell schon. Man arbeite allerdings an einer noch winterfesteren Variante, sagte Tier-Sprecher Braunmühl. Mehr könne man jedoch noch nicht verraten. Die Firma Voi antwortete, ihr neuestes Modell sei mit Allwetterreifen ausgestattet.

? Laufen die Akkus überhaupt noch bei Kälte?

Heutige Lithium-Ionen-Akkus hätten mit Temperaturen bis zu minus 15 Grad keine größeren Probleme, sagt Lars Zemke vom Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge. „Da während der Fahrt der Akku Wärme entwickelt, ist Fahren immer die ideale Situation im Winter.“ Teilweise gehen die Anbieter trotzdem von kürzeren Laufzeiten der Akkus aus, wenn die Temperaturen länger um den Gefrierpunkt bleiben.

? Was kann man selbst tun?

Vorsichtig sein – und vor der Abfahrt prüfen, ob das Wetter Scooter-tauglich ist. „Speziell in Bereichen mit Kopfsteinpflaster ist mit einem erhöhten Risiko bei Reif oder Glätte zu rechnen“, sagt Zemke. Der TÜV-Verband warnt außerdem vor nassem Laub. Wenn es später hell und früher dunkel wird, ist es noch wichtiger, auf Sichtbarkeit zu achten. Die Polizei empfiehlt: „Helle Kleidung und am besten eine Warnweste“. Die Experten raten auch zum Helm tragen. Der TÜV-Verband schlägt vor, Vermieter sollten direkt beim Ausleihen Helme bereitstellen.

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