„Kartoffelotto“, Polizei und Jan Böhmermann begraben Kriegsbeil unter 300 Kilo Kartoffeln

Twitter-Streit beendet

Der bizarre Streit zwischen dem Twitterer „Kartoffelotto“ und der Dortmunder Polizei hat ein kurioses Ende gefunden. Beide spendeten je 100 Kilo Kartoffeln - ein TV-Star tat es ihnen gleich.

von Joel Hunold

Dortmund

, 19.10.2018, 11:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Kartoffelotto“, Polizei und Jan Böhmermann begraben Kriegsbeil unter 300 Kilo Kartoffeln

Noch am Donnerstagnachmittag erfüllte die Polizei Dortmund ihren Teil des Friedensdeals, indem sie 100 Kilo bei der Dortmunder Tafel ablieferte. © Polizei Dortmund

Drei mal 100 Kilogramm Kartoffeln für die Tafel. Gespendet von der Dortmunder Polizei, Twitter-User „Kartoffelotto“ und TV-Moderator Jan Böhmermann. Das steht am Ende eines kuriosen Streits, der tagelang im Netz für Diskussionen gesorgt hatte. Die ersten karitativen Kartoffeln wurden bereits ausgeliefert.

Der Streit zwischen „Kartoffelotto“ und der Polizei war ausgebrochen, weil der bekennende BVB-Fan die Polizei auf Twitter als „lachhaften Haufen“ bezeichnet hatte. Die Polizei drohte daraufhin mit einer Anzeige wegen Beleidigung und verschickte tatsächlich eine Vorladung an den Twitter-User.

Da sich zwischenzeitlich mehrmals Jan Böhmermann in die Diskussion eingeschaltet hatte, beteiligte auch er sich an der Spendenaktion. Auch wenn sich der TV-Moderator eine letzte Spitze durch die Wahl seines Spendenstandorts nicht verkneifen konnte.

Nach heftigen Diskussionen zog die Dortmunder Polizei am Mittwoch (17. Oktober) die Notbremse und beendete den Streit. Auf Vorschlag von „Kartoffelotto“ einigte man sich darauf, jeweils eben jene 100 Kilogramm Kartoffeln zu spenden.

Der kuriose Twitter-Streit nimmt damit ein gutes Ende. Besonders für die Bedürftigen, die von den kulinarisch-karitativen Spenden profitieren. Wenn doch jede Auseinandersetzung in sozialen Medien so enden würde.

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