Kampf gegen Falschparker: Stadt reagiert auf Parkchaos in den Vororten

dzVerkehrsüberwachung

Immer mehr Bürger beschweren sich über Falschparker in den Vororten – nicht nur nach dem Parkchaos vor den Freibädern in Deusen und Wellinghofen. Jetzt drohen Falschparkern mehr Knöllchen.

Dortmund

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Immer mehr größere Autos brauchen mehr Platz. Immer mehr Verkehrsteilnehmer konkurrieren um öffentliche Parkflächen. Das gilt für die City, aber zunehmend auch für die Außenbezirke. Der Egoismus von Autofahrern steigt mit dem zunehmenden Individualverkehr. Und die Beschwerden von Bürgern beim Ordnungsamt nehmen stetig zu.

Die Stadt reagiert und stockt die Verkehrsüberwachung zu den vorhandenen 36 Stellen um weitere zwölf auf. Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen besonders auf den Straßen in den Stadtbezirken unterwegs sein und für Großereignisse eingesetzt werden. Das hat am Dienstag (8.7.) die Verwaltungsspitze beschlossen.

Nur zwei Drittel der Ordnungskräfte sind im Einsatz

Der Schwerpunkt der Parkkontrollen erfolgt aktuell in zwei Tagesschichten und arbeitet sich von innen nach außen vor. Start ist im erweiterten Innenstadtbereich, dann geht‘s in den Parkzonen für Anwohner weiter und endet bei den kostenpflichtigen Parkplätzen in den Stadtteilnebenzentren. In der City und den Innenstadtbezirken wird laut Ordnungsdezernent Norbert Dahmen täglich kontrolliert, in den Nebenzentren mit Parkraumbewirtschaftung mehrfach in der Woche.

Während dort die Kontrolldichte relativ hoch sei, so Norbert Dahmen, mussten die Kontrollen in den Vorortzentren bislang aufgrund fehlenden Personals hintenanstehen. Von den 36 bisher vorhandenen Stellen sind in der Regel nur 24 Mitarbeiter aufgrund von Krankheit und Urlaub im Einsatz.

Bürger fordern Verkehrsüberwachung vor der Haustür

„Falsches Parken wird immer weniger akzeptiert“, stellt Rechtsdezernent Dahmen fest, „Bürger fordern Verkehrsüberwachung vor ihrer Haustür.“ Die Akzeptanz von Parkverboten sei höher, wenn flächendeckend kontrolliert werde. Man wolle die Bürger nicht mit Knöllchen drangsalieren, so Dahmen, doch Verkehrsüberwachung erhöhe nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern sei gleichzeitig ein effizientes Steuerungsinstrument für den Verkehrssektor, um die Städte lebensfähig zu erhalten sowie die Wohn- und Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

Schwerpunktkontrollen nach Bürgerbeschwerden aus den Stadtteilzentren reichten nicht aus, um das ordnungswidrige Verhalten von Parksündern zu unterbinden, sagt Dahmen. Eine nachhaltige Verhaltensänderung oder Änderung des individuellen Mobilitätsverhaltens habe es nicht gegeben.

In etwa einem Dreivierteljahr einsatzbereit

Die neuen Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung, die noch qualifiziert werden müssen, sollen in etwa einem Dreivierteljahr einsatzbereit sein. Sie sollen auch ein Auge auf unklare Verkehrsbeschilderungen und Dreckecken haben. Dahmen: „Weggucken gilt nicht.“

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