Jedes Jahr fallen 5300 Tonnen Laub auf die Straßen der Stadt – und wer macht‘s weg?

dzHerbstzeit

Auch wenn der Sommer sich gerade nochmal entschlossen hat, zurückzukommen, die ersten Blätter werden bald fallen. Jedes Jahr aufs Neue gibt es auch Ärger um Laubberge vor der Tür.

Dortmund

, 07.10.2018, 04:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer muss wann und wie was wegräumen des fallenden Grüns? Und wie bekommt man die Laubberge sinnvoll vom eigenen Grundstück? Hier sind Antworten.

Wer ist eigentlich für die Beseitigung des Laubs in Dortmund zuständig?

Die Laubbeseitigung gehört zum festen Bestandteil der Straßenreinigung, mit der die Entsorgung Dortmund (EDG) von der Stadt Dortmund beauftragt ist. Für die vielen Freiflächen und Gärten sind die Grundstückseigentümer selbst verantwortlich.

Wann geht es los?

Das ist eine Frage, die niemand beantworten kann. Das ist immer abhängig von der Witterung. In diesem Jahr haben viele damit gerechnet, dass die Bäume wegen der Hitze und Trockenheit des Sommers möglicherweise eher ihr Laub abwerfen. Aber die Natur hat sich offenbar schnell erholt. „Alles ganz normal“, heißt es bei der EDG. Sobald der erste Frost durchs Land zieht, fangen die Bäume an, Blätter abzuwerfen. Das kann aber lokal durchaus sehr unterschiedlich sein: Während in einer Straße der Frost durchzieht, kann das in einem anderen Stadtteil völlig anders sein.

Wie groß ist die Menge Laub, die in Dortmund von den Bäumen fällt?

Auch in diesem Jahr rechnet die EDG wieder mit rund 5300 Tonnen Laub, die innerhalb weniger Wochen beseitigt werden müssen. Auch fürs Einsammeln der Laubsäcke ist die EDG zuständig.

Wie bekomme ich einen solchen Laubsack und wo werde ich ihn wieder los?

Die Laubsäcke können an den sechs Recyclinghöfen, im Kundenbüro der EDG am Sunderweg 98 und am EDG-Infomobil erworben werden. Zwölf Laubsäcke (jeweils 60 Liter) kosten 1,50 Euro. Wer noch Bestände aus dem letzten Jahr hat, kann diese Säcke auch verwenden. Mitarbeiter der Straßenreinigung holen die Laubsäcke am Tag der Straßenreinigung ab. Zusätzlich nimmt die EDG am 17. November am Wertstoffzentrum an der Pottgießerstraße kostenlos Grünschnitt an. Jeder darf etwa eine Kofferraumladung dort hinbringen.

Wie groß ist der Aufwand, das Laub von den Straßen zu holen?

In der Laubzeit werden die rund 244 Mitarbeiter der Straßenreinigung eingesetzt. Personelle Unterstützung für die weitere Aufgabe gibt es nicht. Der Grund: Man will die Gebühren stabil halten. Den Mitarbeitern stehen 61 Kehrmaschinen, 31 Klein-Lkw und fünf Kranfahrzeuge mit mobilen Transportcontainern zur Verfügung. Es kann also sein, dass die Fahrzeuge kurzfristig zu Hindernissen in den Straßen werden. Die EDG bittet um Verständnis, denn das Laub müsse weg, damit es nicht zur Gefahr für Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer werde. Neben den Fahrzeugen sind auch 82 Laubbläser im Einsatz.

Viele ärgern sich über die lauten und stinkenden Laubbläser. Geht das nicht anders?

18 der insgesamt 82 Laubbläser sind Elektrogeräte, teilt die EDG mit. Der vollständige Ersatz der benzinbetriebenen Geräte sei aber noch nicht möglich, da die Leistungsfähigkeit der akkubetriebenen Geräte und damit umweltschonenden Geräte noch nicht ausreiche, um die „Benziner“ vollständig zu ersetzen.

Informationen zum Thema Laubentsorgung gibt es beim Kundenservice der EDG unter Tel. 9111-111 oder im Netz.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Grünanlagen

Rolle rückwärts: Neues Grünflächenamt soll das Dortmunder Stadtbild verbessern