Fünf Bahnhöfe in Dortmund sind laut VRR „nicht akzeptabel“

VRR-Stationsbericht

Der Zustand von Dortmunds Bahnhöfen hat sich verschlechtert. Das geht aus dem neuen Stationsbericht des VRR hervor. Fünf Bahnhöfe schneiden besonders schlecht ab.

von Daniel Reiners

Dortmund

, 06.03.2020, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor allem Graffitischäden haben im letzten Jahr in Dortmunds Bahnhöfen zugenommen (hier Lütgendortmund).

Vor allem Graffitischäden haben im letzten Jahr in Dortmunds Bahnhöfen zugenommen (hier Lütgendortmund). © Stephan Schuetze

Der aktuelle VRR-Stationsbericht fällt nicht gut aus für Dortmunds Bahnhöfe: Fünf Stationen werden als „nicht akzeptabel“ bewertet. Und insgesamt hat sich der Zustand der Dortmunder Stationen dem Bericht zufolge weiter verschlechtert.

Entscheidend für die schlechten Bewertungen in diesem Jahr sind vor allem die Graffitischäden an den Wänden der Bahnhaltestellen, die immer mehr zunehmen. Nach Ansicht der für den Bericht befragten Test-Fahrgäste tragen solche Beschmutzungen erheblich zum negativen Eindruck einer Station bei.

5 von 44 Stationen sind „nicht akzeptabel“

Für den Bericht hatte der VRR eine externe Firma beauftragt, mittels eines standardisierten Fragebogens 315-mal pro Jahr an jeder Haltestelle die Eindrücke von Fahrgästen festgehalten hat.

Das Ergebnis weist insgesamt auf einen Qualitätsrückgang der VRR-Bahnhöfe hin. Im gesamten VRR-Bereich wurde in 73 Fällen das Urteil „nicht akzeptabel“ vergeben. Von den 44 gelisteten Dortmunder Bahnhöfen erhielten fünf dieses Urteil: Brackel, Körne West, Kurl, Mengede und Nette/Oestrich.

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Um eine umfassende Bewertung abzubilden, wurden die Bewertungen der Bahnhöfe unterteilt in solche für den Zugangsbereich und solche für die Bahnsteige.

Die Graffitischäden betreffen laut dem Bericht die Zugangsbereiche aller fünf genannten Dortmunder Bahnhöfe. Weitere Kritikpunkte waren in diesem Jahr defekte Lampen in Lütgendortmund, sowohl in den Zugangsbereichen als auch auf den Bahnsteigen.

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Auch Baumaßnahmen wurden kritisch wahrgenommen, da Fahrgäste auf ihrem Weg zum Bahnsteig Umwege und Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen mussten. Positiv aufgenommen wurde hingegen überwiegend die Funktion der Ausstattung der VRR-Bahnhöfe.

Damit sind einwandfrei funktionierende Entwertungsautomaten oder etwa funktionierende Aufzüge gemeint. Im Vergleich zu 2018 hatte es hier in den Dortmunder Bewertungen keine Verschlechterung gegeben. Auch die ansonsten „nicht akzeptablen“ Bahnhöfe fielen zumindest in diesem Punkt positiv auf.

VRR lässt Bahnhöfe von Profitestern und Fahrgästen bewerten

Neben den standardisierten Fragebögen für Fahrgäste tragen auch VRR-Profitester zur Qualitätsbeurteilung bei. Mithilfe einer App können die Mitarbeiter beobachtete Missstände sofort erfassen und weiterleiten.

„Wir sehen an den Stationen im Verbundgebiet nach wie vor deutlichen Handlungsbedarf. Da es zwischen dem VRR und den Infrastrukturbetreibern aber keine vertraglichen Beziehungen gibt, können wir hierauf leider nicht direkt einwirken“, sagt Ronald Lünser, Vorstandssprecher des VRR.

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