Huckarder verschickt über 60 eingenässte Windeln an Dortmunder Türken

Widerliche Aktion

In besonders ekliger Weise hat ein Mann in Dortmund lebende, türkeistämmige Bürger belästigt - über einen langen Zeitraum. Nun konnte er dingfest gemacht werden. Sein Motiv ist ungewöhnlich.

Huckarde

14.11.2019, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Dortmunder Polizei musste sich seit 2017 immer wieder mit ungewöhnlicher Post beschäftigen: In mehr als 60 Fällen wurden seitdem Briefumschläge verteilt, die alle den gleichen Inhalt hatten – eingenässte Windeln.

Empfänger der Briefe waren türkeistämmige Ärzte, Geschäftsleute und Einzelhändler, alle ansässig in Huckarde.

Vor Kurzem bekam die Polizei einen Hinweis: Ein Zeuge beobachtete, wie ein ihm unbekannter Mann einen handschriftlich beschriebenen Windel-Umschlag an einer Eingangstür deponierte.

Frust über Wahlen

Der Zeuge konnte der Polizei eine präzise Personenbeschreibung liefern, hinzu kamen noch weitere Zeugenaussagen. Am Mittwoch (13.11.) um 8.50 Uhr konnte die Polizei den Täter auf dem Huckarder Marktplatz identifizieren und vorübergehend festnehmen.

Der Mann, der in Huckarde lebt, erklärte sein Motiv der Polizei so: Er verteilte eingenässte Windeln an türkische Mitbürger, da er nach eigenen Angaben unzufrieden mit der Wahl des türkischen Ministerpräsidenten gewesen sei - und mit dem Wahlverhalten der in Dortmund lebenden Türken.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Beleidigung. Zuvor war der Mann noch nicht strafrechtlich aufgefallen. Außerdem sei der Huckarder nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen nicht politisch organisiert.

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