Hilfsorganisationen versammelten sich zum Tag der Armut vor dem Rathaus

Obdachlose

Zum Welttag der Armut haben sich Dortmunder Wohnungslosenhelfer vor dem Rathaus versammelt. Sie betonten Fortschritte bei der Hilfsarbeiten – und warnten vor dem Winter.

Dortmund

von Ece Ugur

, 18.10.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hilfsorganisationen versammelten sich zum Tag der Armut vor dem Rathaus

Das Motto der Veranstaltung: „Wohnungslos – wohin im Winter?“. © Ece Ugur

Zum Tag der Armut am Donnerstag (17.10.) trafen sich etwa 100 Leute an den Rathaustreppen, um auf Wohnungslosigkeit in Dortmund aufmerksam zu machen.

Vertreter verschiedener Hilfsorganisationen informierten in kurzen Vorträgen über die Situation obdachloser Menschen.

Dabei waren die Hilfsorganisationen Bodo, Gast-Haus, Kana Suppenküche, Suppenküche Wichern und Sankt Reinoldi.

Alexandra Gerhard von Bodo stellte Fortschritte bei der Obdachlosenhilfe vor: „Es wurden neue Unterkünfte erstellt. Eine neue Frauenübernachtungsstelle wird 2020 in Hörde eröffnen. Die Männerunterkünfte können jetzt mehr Wohnungslose aufnehmen.“

Mehr Obdachlose als registriert

Während der Vorträge schlossen sich zeitweise auch einige Wohnungslose der Veranstaltung an.

Offiziell gibt es etwa 1400 Obdachlose in Dortmund. Die Dunkelziffer ist laut den Vortragenden aber groß. 1000 weitere Menschen sollen in Dortmund wohnungslos sein, so zwei Studenten der Fachhochschule Dortmund. Sie haben in einem Projekt mit 80 freiwilligen Helfern Obdachlose gezählt.

Besonders problematisch ist für Obdachlose der Winter. „Für diesen Winter planen wir, rund um die Uhr zu öffnen“, sagte Karin Lauterborn, Geschäftsführerin des Gast-Hauses.

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