Haftbefehl im Regionalzug – Fahrt endet im Knast

Festnahme am Hauptbahnhof

Schwarzfahren kann teuer werden: 60 Euro kostet das Vergehen üblicherweise. Für einen 34-Jährigen, der am Mittwoch mit dem Regionalzug nach Dortmund kam, endete es im Knast.

von Paula Protzen

Dortmund

, 20.11.2019, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Haftbefehl im Regionalzug – Fahrt endet im Knast

Schwarzfahrerei war noch das geringste Problem eines 34-Jährigen, der am Mittwoch von Bundespolizisten am Hauptbahnhof verhaftet wurde. © Foto: Wilfried Herold / Polizei (Symbolbild)

Wer ohne Fahrschein in Bus und Bahn unterwegs ist, muss blechen: 60 Euro kostet das üblicherweise. Im Regionalzug von Hagen nach Dortmund reiste am Mittwoch (20. November) ein 34-Jähriger ohne Ticket mit. Am Dortmunder Hauptbahnhof übergaben Mitarbeiter der Deutschen Bahn den Mann der Bundespolizei. Die stellte schnell fest: Der Mann ist kein unbeschriebenes Blatt.

Keine Besserung in Sicht

Tatsächlich lagen gegen den 34-Jährigen schon zwei Haftbefehle vor. Wegen Nötigung und Diebstahls war er zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verurteilt worden – die er noch nicht bezahlt hatte. Die Polizisten nahmen ihn daraufhin fest und mit auf die Wache. Nach Angaben der Polizei habe sich der Mann den Beamten gegenüber zunehmend aggressiv verhalten.

Auch in der Gewahrsamszelle habe er sich nicht gemäßigt, schlug gegen Wände und Tür. Als die Beamten ihn beruhigen wollten, sei er auf sie zugegangen und habe versucht, einen von ihnen mit der Faust zu schlagen. Der Polizist habe den Schlag jedoch abwehren können.

Weiteres Verfahren eingeleitet

Genutzt hat dem Schwarzfahrer seine Randale nicht: Da er die ausstehende Geldstrafe nicht bezahlen konnte, verbüßt er nun ersatzweise 70 Tage eine Freiheitsstrafe in der JVA. Wegen der Ausschreitungen erwartet ihn zusätzlich ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

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