„Habe fast einen Herzinfarkt bekommen“ So haben die Dortmunder den Probealarm am Warntag erlebt

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Der Handyalarm hat bei den meisten Dortmundern laut und deutlich funktioniert, die Sirenen weniger.
Der Handyalarm hat bei den meisten Dortmundern laut und deutlich funktioniert, die Sirenen weniger. © dpa (Montage)
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Um Punkt 11 Uhr haben am Donnerstag (08.12.) zum bundesweiten Warntag die Sirenen in Dortmund aufgeheult und die Handys Alarm geschlagen. Bei Instagram und Facebook haben wir unsere Follower gefragt: Wie gut hat beides funktioniert?

Die allgemeine Antwort: Im Durchschnitt erstaunlich gut – zumindest das Handy hat bei fast allen laut Alarm geschlagen. Die Sirenen waren teilweise noch etwas zu leise. „Also in Hörde habe ich die Sirene nur gehört, weil ich es wusste“, schreibt eine Nutzerin bei Instagram, „da war das auf dem Handy besser.“

„In Hörde kaum zu hören“, stimmt eine andere Nutzerin zu, „da sind die Flugzeuge lauter. Handys funktionieren pünktlich.“ Eine weitere Nutzerin schreibt: „Lütgendortmund draußen zu hören, in der Wohnung eher nein. War aber gerade am Handy telefonieren, dachte, ich habe jetzt einen Tinnitus.“

Unter anderem in Kirchlinde, Hombruch und Asseln waren die Sirenen wohl ebenfalls sehr leise, so die Nutzer. „In Kirchlinde habe ich nichts wahrgenommen, aber mein Smartphone hat seinen Soll erfüllt“, schreibt eine Nutzerin, „im Falle eines Falles kann ich ja froh sein, mein Smartphone gehört zu haben.“

Ähnliches berichtet eine Nutzerin aus Asseln: „In Asseln war es nicht so gut. Man [sollte den Alarm] hören können, auch wenn die Fenster zu sind, meiner Meinung nach.“ Und auch eine Nutzerin aus Hombruch war dankbar für die Meldung auf ihrem Handy: „Habe die Sirenen in Hombruch in der Wohnung nicht gehört, dafür war mein Handy sehr laut.“

„Bester Wecker nach dem Nachtdienst“

Das Handy hat bei den meisten gut funktioniert – und laut Alarm geschlagen. „Der Handyalarm war unheimlich laut, habe fast einen Herzinfarkt bekommen“, schreibt ein Nutzer mit Lachsmileys. „Der Handyalarm war klar und deutlich, war direkt wach“, stimmt eine andere Nutzerin zu, die wohl etwas länger geschlafen hat.

Dass sich der Handyalarm auch gut als Wecker geeignet hat, bestätigen andere Nutzer: „Bester Wecker nach dem Nachtdienst“, schreibt ein Nutzer. Im Fall der Fälle natürlich super, wenn der Ton so laut ist, dass man auch aus dem Schlaf gerissen wird.

Sirenen in einigen Stadtteilen gut zu hören

Bei einigen war zusätzlich zum Handy auch die Sirene laut zu hören. Im Klinikviertel zum Beispiel, wie eine Nutzerin berichtet: „Haben beides laut und deutlich gehört.“ Eine andere Nutzerin schreibt: „Am Nordmarkt war es deutlich zu hören, trotz geschlossenen Fenstern und Kindergeräusch-Kulisse. Das Handy war auch sehr gut zu hören.“

Und auch in Scharnhorst waren die Sirenen gut zu hören, wie ein Nutzer berichtet: „Man konnte gut die Sirene, die auf der Grundschule meiner Tochter angebracht ist, hören.“

Nur wenige haben absolut gar nichts mitbekommen. „Im Kruckel / Persebeck war nichts zu hören. Ich habe weder eine Sirene gehört, noch eine Benachrichtigung bekommen. Im Ernstfall nicht so beruhigend“, schreibt eine Nutzerin. Einer anderen Nutzerin erging es ähnlich: „Innenstadt Ost Westfalenpark nichts gehört und kein Handyalarm. Schade.“

Im Großen und Ganzen scheint aber beim heutigen Warntag vor allem der Handyalarm sehr gut funktioniert zu haben.