Ganztagsbetreuung wird für 41 weiterführende Schulen neu ausgeschrieben

dzRatsentscheidung

Die Stadt wird die Ganztagsbetreuung an 41 weiterführenden Schulen bis zu den Sommerferien neu ausschreiben. Das hat der Rat am Donnerstag beschlossen – und sieht keine unlösbaren Probleme.

Dortmund

, 28.03.2019 / Lesedauer: 2 min

Unbeeindruckt von der Kritik des Awo-Geschäftsführers Andreas Gora hat der Rat – mit den Stimmen der SPD-Fraktion – hinter verschlossenen Türen beschlossen, die Übermittagsbetreuung an 41 weiterführenden Schulen für die Zeit ab dem nächsten Schuljahr neu auszuschreiben.

Der Geschäftsführer des Dortmunder Unterbezirks der Arbeiterwohlfahrt hatte angekündigt, in dem Fall werde die Awo aus der Ganztagsbetreuung an Sekundarschulen aussteigen. Die Awo beschäftigt 100 Honorarkräfte an acht Schulen im Sek 1-Bereich. Gora hält die Neuausschreibung für überflüssig.

Stadt arbeitet an Auffanglösung

Doch Schuldezernentin Daniela Schneckenburger hatte vor der Ratssitzung im Ältestenrat die Notwendigkeit einer Neuausschreibung betont. Die Ganztagsbetreuung müsse nach der aktuellen Rechtslage europaweit ausgeschrieben werden.

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Folge die Stadt dem nicht, könne die zuständige Bezirksregierung Fördergelder des Landes zurückfordern. Für das Schuljahr 2018/2019 waren das 1,65 Millionen Euro. Nach Informationen dieser Redaktion arbeitet die Stadt an einer Auffanglösung. Kein Träger soll nach den Sommerferien im Regen stehen.

„Die Neuausschreibung ist kein Problem,“ sagte auch Lars Rettstadt, Fraktionschef FDP/Bürgerliste. Für Gora sei sie „eher eine gute Möglichkeit, aus einem schwierigen Geschäftsfeld auszusteigen“.

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