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Für Dortmund wichtige Talsperren füllen sich langsam wieder mit Wasser

dzWasserversorgung

Noch vor zwei Monaten lagen Teile der für Dortmund und Umgebung wichtigen Talsperren im Sauerland trocken. Nach den Regentagen steigen die Pegel nun wieder. Es ist aber noch Luft nach oben.

Dortmund

, 02.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Regen macht sich bemerkbar - und zwar positiv. Die Wasserstände in den Talsperren steigen wieder. Das ist eine gute Nachricht, aber es bleibt noch Luft nach oben. Denn die Zahlen zeigen: Mit den Januar-Pegeln des vergangenen Jahres können die Wasserstände nicht mithalten.

„Es geht in die richtige Richtung“, sagt Britta Balt, Pressesprecherin des Ruhrverbands. Allerdings hängt viel am Regen. Derzeit zeige der Talsperren-Lagebericht nicht nur eine „steigende Tendenz“ der Wasserstände, sondern eben auch eine Stagnation der Gewässer im Einzugsgebiet der Ruhr. Das bedeute, so Balt, dass auch die Talsperren keinen sehr viel höheren Wasserstand erwarten können.

In Kürze

Die Talsperren des Ruhrverbands

Wichtige Talsperren für das Trinkwasser in der Region rund um Dortmund sind Hennesee, Sorpesee und Möhnesee. Insgesamt acht Talsperren bilden das größte Wasserversorgungssystem in Deutschland. Das Reservoir speichert zusammen maximal 460 Millionen Kubikmeter Wasser - dieses Volumen reicht für einen trockenen Sommer und einen trockenen Winter. Hauptfunktion der Talsperren ist die Sicherung der Wasserversorgung für rund 4,6 Millionen Menschen.

Dennoch geht es durch den ergiebigen Regen beharrlich aufwärts. Derzeit (Stand 2. Januar 2019) sind die Talsperren des Ruhrverbands zu 54,1 Prozent gefüllt. Und es fließt mit 17 Kubikmetern Wasser pro Sekunde auch mehr Wasser in die Sperren hinein- als hinausgeleitet wird. Nur etwa 3,1 Kubikmeter Wasser müssen pro Sekunde an die Gewässer wieder abgegeben werden.

Hier eine Übersicht auf die Füllstände der Talsperren (Stand 2.1.2019):

  • Sorpetalsperre: 49,5 Prozent
  • Möhnetalsperre: 38,6 Prozent
  • Ennepetalsperre: 70,6 Prozent
  • Versetalsperre: 63,9 Prozent
  • Fürwiggetalsperre: 90,2 Prozent
  • Biggetalsperre: 65,9 Prozent
  • Hennetalsperre: 48,5 Prozent

Um Wasser zu sparen, speisen die Talsperren auch weiter weniger Wasser in die Ruhr ein als eigentlich vorgesehen. Trotzdem fließt noch genug in die Flüsse, das zeigen Messungen bei Schwerte-Villigst.

In Flüssen macht sich der Regen eher bemerkbar

Mehr noch als bei den Talsperren macht sich der Regen in den Gewässern bemerkbar. „Flüsse unterliegen starken Schwankungen, während eine Talsperre ein so großer Wasserkörper ist, dass es dort eine gewisse Zeit dauert, bis Wasserstände steigen“, erklärt Britta Balt vom Ruhrverband.

Der Wasserverbrauch im Raum Dortmund entspricht übrigens etwa dem bundesweiten Durchschnitt von 123 Litern am Tag (Stand 2017). Von 1990 bis 2017 hat sich der Wassergebrauch pro Person um 16 Prozent verringert, das geht aus Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Gabi Dobovisek, Sprecherin der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), führt den geringeren Verbrauch unter anderem auf wassersparende Geräte und Mehrfachnutzung von Wasser in der Industrie zurück.

Dortmunds Wasserversorger DEW21 beliefert rund 600.000 Einwohner in Dortmund, Herdecke und Holzwickede. DEW21-Sprecherin Gabi Dobovisek: „Die Wasserwerke verfügen über ausreichend Wasser, um es zu Trinkwasser aufzubereiten. Aber es ist immer gut, sinnvoll und sparsam mit Wasser umzugehen.“
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