Fünf Schwerpunkt-Arztpraxen kümmern sich um Corona-Verdachtsfälle

dzCoronavirus

Ein Test- und Behandlungszentrum für Corona-Verdachtsfälle gibt es in Dortmund seit dem 15. Juni nicht mehr. Die Kassenärztliche Vereinigung hat aber fünf Schwerpunkt-Arztpraxen benannt.

Dortmund

, 15.06.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Corona-Behandlungszentrum am Klinikum Nord ist Geschichte. Die Mitte März zunächst von der Stadt eingerichtete und später von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) übernommene zentrale Teststelle als Anlaufpunkt für Menschen mit Corona-Verdacht ist seit dem 15. Juni geschlossen.

Das Ende der Einrichtung, das die KVWL fünf Tage zuvor angekündigt hatte, kam nicht ganz überraschend. Schon seit Wochen schließt sie, anders als zum Beispiel die Kassenärzte-Vereinigung Nordrhein, die in vielen Städten eingerichteten Corona-Diagnosezentren - oft gegen den Protest aus den Kommunen.

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Alle Corona-Tests, so die Philosophie, sollen angesichts sinkender Infektionszahlen künftig in den Praxen der niedergelassenen Ärzte vorgenommen werden. Dort sei man inzwischen ausreichend mit der nötigen Schutzausrüstung ausgestattet. Man wolle wieder zum regulären Praxisbetrieb zurückkehren, erklärte Dr. Prosper Rodewyk als Leiter der KVWL-Bezirksstelle in Dortmund.

Spezielle Infektionssprechstunden

So ganz scheint die KVWL aber selbst nicht darauf zu vertrauen, dass wirklich alle Arztpraxen in der Lage sind, Corona-Tests vorzunehmen. Über die Stadt ließ sie nun vier Arztpraxen verkünden, die spezielle Infektionssprechstunden anbieten.

In der Mitteilung der Stadt heißt es: „Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe benennt für alle Praxen der niedergelassenen Ärzteschaft, die nicht selbst Covid-verdächtige Personen betreuen können, die folgenden fünf Anlaufstellen in Dortmund: Dr. Prosper Rodewyk (Hörde), Dr. Jörg Mehler (Hombruch), Dr. Michael Hausmann (Hombruch), Hans-Joachim Strathmann (Husen und Hostedde).“

„Unglücklicher Zeitpunkt“

Der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, bestätigte auf Nachfrage, dass die Schließung des Corona-Behandlungszentrums schon vor längerer Zeit beschlossen worden war. Der Zeitpunkt der Schließung wirke nun allerdings „unglücklich“, weil die Infektionszahlen in Dortmund in jüngster Zeit wieder gestiegen seien.

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„Wir sind uns aber einig, das System bei Bedarf wieder hochzufahren“, sagte Renken. Im Zweifelsfalle würde dann wie zu Beginn der Corona-Krise seitens des Gesundheitsamtes wieder eine zentrale Abstrichstelle eingerichtet - dann ohne angeschlossenes Behandlungszentrum. Das, so Renken, sei weiterhin Sache der Kassenärztlichen Vereinigung.

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