Polizei in Dortmund

Fünf Monate Haft oder hohe Geldstrafe: Mann fällt Polizei am Flughafen auf

Er wolle nach Deutschland einreisen, um zu arbeiten. Das schilderte ein Mann bei der Ankunft am Flughafen Dortmund. Das Problem: ein offener Haftbefehl.
Die Bundespolizei fing bei der Passkontrolle am Flughafen Dortmund einen Mann ab, gegen den ein Haftbefehl vorlag. © picture alliance/dpa

Kurz nachdem er mit dem Flugzeug aus Kutaissi, der drittgrößten Stadt Georgiens, in Dortmund gelandet war, klickten die Handschellen. Ein 24-Jähriger muss nun eine noch offene Haftstrafe über mehrere Monate antreten.

Der Mann war Bundespolizisten bei der Einreisekontrolle des Fluges gegen 7.30 Uhr am Montag (1.11.) aufgefallen. Im Gespräch gab er an, in Deutschland arbeiten zu wollen.

150 Tage Haft drohten

Die Bundespolizisten stellten jedoch fest, dass gegen den 24-Jährigen ein Haftbefehl offen war – eine Freiheitsstrafe von 150 Tagen wegen des Diebstahls mit Waffen.

Gegen eine Zahlung von 3.000 Euro hätte er die Möglichkeit gehabt, die Haft zu verhindern. Da er das Geld nicht aufbringen konnte, führte sein Weg vom Flughafen Dortmund direkt in eine Justizvollzugsanstalt – dorthin brachten ihn die Bundespolizisten.

Zu ähnlichen Fällen kommt es am Flughafen immer wieder. Etwa Anfang September hatte ein 44-Jähriger tief in die Tasche greifen müssen, um einer Haftstrafe zu entgehen. Gegen Zahlung eines vierstelligen Geldbetrags hatte er eine Haftstrafe umgehen können.

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