Frau ersticht Ehemann in Dortmund-Wickede – Polizei entlässt sie nach Hause

50-Jähriger tot

Eine neue Entwicklung gibt es im Fall der 42-jährige Frau aus Wickede, die am Dienstagabend ihren Ehemann erstochen hat. Die Polizei hat die Ehefrau am Mittwochmittag nach Hause entlassen.

Dortmund, Wickede

, 02.10.2019, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frau ersticht Ehemann in Dortmund-Wickede – Polizei entlässt sie nach Hause

Der Ehemann war bereits wegen häuslicher Gewalt gegenüber seiner Frau bekannt. © picture alliance / dpa

Immer wieder gab es Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten in Dortmund-Wickede, immer wieder hatte der 50-jährige Ehemann dabei offenbar auch seine Frau geschlagen. Am Dienstag (1.10.) kam es dann zu einem tragischen Ende: „Es gab eine Auseinandersetzung, bei der der Ehemann einen Stich im Bauchbereich erlitt“, so Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel. Der 50-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, starb dort an seinen Verletzungen.

Mann soll Frau beim Kochen angegriffen haben

Die Polizei hatte die 42-jährige Ehefrau noch am selben Abend vorläufig festgenommen. Bei der Vernehmung habe sie erklärt, dass ihr Mann sie wieder habe schlagen wollen und sich auf sie gestürzt habe, sagte Staatsanwalt Schulte-Göbel. Offenbar war die Frau gerade dabei, ein Essen zuzubereiten. Auch waren erhebliche Mengen Alkohol im Spiel.

Alles deutete schon am Mittwochmorgen darauf hin, erklärte der Staatsanwalt, dass der Mann die Frau vorher angegriffen habe. Der Mann sei auch in der Vergangenheit wegen häuslicher Gewalt gegenüber seiner Frau bekannt gewesen. Und Zeugen hätten ausgesagt, dass sie Geräusche aus der Wohnung gehört haben. „Momentan verdichten sich die Anzeichen dafür, dass es sich so zugetragen hat“, so der Staatsanwalt nach der Vernehmung.

Obduktion und weitere Untersuchungen stehen noch aus

Nach der Obduktion des Toten und einer weiteren Untersuchung der Ehefrau, die ebenfalls Verletzungen aufwies, wurde die 42-jährige am Mittwochmittag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Ermittler gehen offenbar von Notwehr aus. „Es ist sehr naheliegend, dass sich die Dinge so ereignet haben, wie sie die Ehefrau schildert“, so Staatsanwalt Schulte-Göbel am Mittwochmittag.

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