Feuerwehr rettet Jungen aus überhitztem Auto – und wird dafür beschimpft

Feuerwehreinsatz

Bei Temperaturen über 40 Grad musste die Feuerwehr am Donnerstag ein Kind aus einem Auto in Hörde befreien – es stand in der prallen Sonne. Die Auto-Besitzerin war über den Einsatz nicht erfreut.

Dortmund

26.07.2019, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Feuerwehr und der Rettungsdienst wurden am Donnerstagnachmittag (25.7.) gegen 16.30 Uhr zu einem Einsatz in die Hochofenstraße alarmiert. Bei Außentemperaturen von über 40 Grad Celsius im Schatten stand ein Mercedes in einer Haltebucht – in der prallen Sonne.

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Wie die Feuerwehr mitteilt, wurde eine vorbeifahrende Radfahrerin auf den Wagen aufmerksam, weil auf dem Beifahrersitz ein circa 4 Jahre altes Kind saß.

Das Auto stand ungeschützt in der prallen Nachmittagssonne; alle Türen und Fenster waren verschlossen und der Motor aus. Das Kind, ein Junge, schien zu schlafen. Wie es weiter in der Mitteilung der Feuerwehr heißt, klopfte die besorgte Radfahrerin an die Fensterscheibe der Beifahrertür, um sicherzustellen, dass es dem Kind gut geht – es regte sich jedoch nicht.

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Die Feuerwehr rückt an, Verletzung beim Einschlagen der Scheibe

Die Eigentümerin des PKWs war nicht zu sehen und so alarmierte die Passantin die Feuerwehr. Diese rückte mit einem Rettungswagen und einem Löschfahrzeug zur Hilfeleistung an. Der Rettungswagen war als erstes an der Einsatzstelle. Die Einsatzkräfte erkannten schnell, dass der Junge stark schwitzte.

Nachdem der Junge auch weiterhin von außen nicht auf Ansprache reagierte, zögerten sie nicht, die Scheibe des Fahrzeuges einzuschlagen, um das Kind zu befreien, heißt es in der Mitteilung. Hierbei zog sich eine der Rettungskräfte eine Schnittwunde am Handgelenk zu. Zur Freude der Rettungskräfte wurde der Junge durch das Klirren der zerborstenen Scheibe wach.

Rettungskräfte bekommen Vorwürfe

Kurze Zeit später erschien die Fahrzeugeigentümerin, die Oma des Jungen. Sie war nicht sehr erfreut über ihre kaputte Scheibe und machte den Rettungskräften und der Anruferin schwere Vorwürfe. Sie sei doch nur circa 7 bis 10 Minuten weg gewesen, sagte sie gegenüber den Rettungskräften.

Die Notfallsanitäter untersuchten das Kind noch vor Ort. Der Junge musste nicht in ein Krankenhaus. Die ebenfalls alarmierte Polizei nahm den Sachverhalt auf.

An dem Einsatz waren acht Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt.

Keine Kinder und Tiere im Auto lassen!

In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr nochmals daraufhin, weder Kinder noch Tiere bei den derzeitigen Außentemperaturen alleine im Auto zu lassen.

Bei dieser Extremwetterlage kann es schnell zu gefährlich hohen Temperaturen in einem Auto kommen. Schon wenige Minuten in einem verschlossenen Auto reichen aus, dass Kinder und Tiere schwer geschädigt oder sogar getötet werden können.

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