„Falsche Polizisten“ rufen wieder vermehrt an – Polizei erklärt, wie man Betrüger erkennt

Betrugsmasche

„Falsche Polizisten“ wollen aktuell wieder die Dortmunder um ihren Besitz bringen. Die (echte) Polizei warnt vor den Telefonbetrügern und gibt Tipps, wie jeder einen solchen Anruf erkennen kann.

Dortmund

03.03.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trickbetrüger geben sich am Telefon als falsche Polizisten aus.

Trickbetrüger geben sich am Telefon als falsche Polizisten aus. © dpa (Symbolfoto)

Die Masche der „falschen Polizisten“ ist schon lange bekannt. Durch Anrufe – häufig bei Senioren – erbeuteten sie in der Vergangenheit hohe Summen Bargeld und Wertgegenstände. Aktuell kommt es wieder zu mehr Anrufen. Davor warnt die (echte) Polizei Dortmund

Die Masche der falschen Polizisten

Die Anrufer nennen sich demnach aktuell gerne „Brinkmann“, „Beckmann“ oder einfach nur „Beck“ und erkundigen sich nach den finanziellen Verhältnissen ihrer anvisierten Opfer.

Ein Einbruch im Haus der Angerufenen werde befürchtet, weil die Polizei einen Zettel mit ihrer Adresse bei einer festgenommenen Einbrecherbande gefunden habe. So oder so ähnliche laute die Legende der Betrüger. Alternativ könne auch die Bank der Opfer als Ziel eines Überfalls ausgegeben werden.

Das Ziel ist laut der Polizei Dortmund immer dasselbe: Die Betrüger wollen ihre potenziellen Opfer dazu bewegen, Bargeld und Wertsachen, die zuhause und/oder in einem Bankschließfach lagern, an die vermeintlichen Polizisten zu übergeben.

Solche Anrufe gibt es nicht

Die Polizei Dortmund betont: Einen solchen Anruf wird es in der Realität nie geben! Die Polizei werde niemals Bürger anrufen und nach finanziellen Werten fragen.

Um mit den Betrügern fertig zu werden, rät die Polizei vor allem, Geschichten wie die obige nicht zu glauben, sondern im Zweifelsfall aufzulegen. Opfer sollen über die 110 die echte Polizei über den Betrugsversuch informieren. Vier Leitfragen sollen Betroffenen helfen, die Masche zu enttarnen:

  • Werden Sie am Telefon nach Geld gefragt?
  • Oder nach Wertsachen?
  • Werden Sie zur Verschwiegeheit aufgefordert?
  • Sollen Sie mit der 110 verbunden werden?

Ist die Antwort auf nur eine dieser Fragen „Ja“, rät die Polizei dazu sofort aufzulegen.

Bei der echten Polizei nachfragen

Falls dennoch Zweifel bestehen, lasse sich mit einem Anruf unter der 110 auch herausfinden, ob Ermittlungen an der Anschrift der potenziellen Opfer laufen. Allerdings betont die Polizei, dass sich Angerufene nicht verbinden lassen sollen, sondern auflegen und selbst den Notruf wählen sollen.

Ein Anruf bei der Vermittlung der Polizei, ob dort zum Beispiel ein Herr „Brinkmann“ arbeitet reiche nicht. Es sei wichtig immer direkt bei der 110 nach Ermittlungen an der eigenen Adresse zu fragen.

Und auch wer sich sicher ist, einen „falschen Polizisten“ am Telefon gehabt zu haben, und bereits aufgelegt hat: Auch dann hilft ein Hinweis an die Polizei unter der 110 dabei, dem Treiben der Betrüger Einhalt zu gebieten.

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