Den letzten heftigen Schneefall hat es am 17. Januar in Dortmund gegeben. © Thomas Thiel (Archiv)
Unwetter-Warnung

Eisregen: Auch für EDG-Mitarbeiter kann es am Wochenende schwierig werden

Erwartet uns ein Wochenende mit Schneemassen oder Eisregen? Die Wetterprognosen für Dortmund sind noch nicht eindeutig. Doch EDG und Stadtverwaltung sind vorbereitet – und geben einen guten Rat.

Das Unwetter, wenn es denn kommt, wird am Samstagabend (6.2.) aus Süden über Dortmund hereinbrechen mit langanhaltenden und teils kräftigen Niederschlägen, die von Schneefall in gefrierenden Regen übergehen. „Bis zum Sonntagabend muss verbreitet mit Glatteis auf Straßen und Wegen gerechnet werden“, lautet die Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Dadurch kann es zu erheblichen Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr kommen. „Zudem besteht die Gefahr von Eisbruch. Schäden an Vegetation und Infrastruktur lassen sich dabei nicht ausschließen“, so der DWD.

Von Samstagabend bis Sonntagabend könnte es 20 bis 30 Zentimeter, vereinzelt sogar bis zu 40 Zentimeter Neuschnee geben, heißt es seitens des DWD am Freitagabend. „Bezüglich der betroffenen Regionen sowie der Schneemengen bestehen noch Unsicherheiten“, heißt es da aber auch.

Die Entsorgung Dortmund (EDG) verfolge stets mehrere Wetterdienste, sagte EDG-Sprecherin Petra Hartmann zuvor am Freitag. Doch auch wenn es noch Unsicherheiten über die Auswirkungen der Wetterlage gebe, sei die EDG bestens vorbereitet: Hartmann: „Die mögliche Brisanz ist uns bewusst. Die Einsatzpläne stehen.“

270 EDG-Mitarbeiter in Rufbereitschaft

Rund 270 Mitarbeiter sind in Rufbereitschaft, 35 Räum- und Streufahrzeuge sind ausgerüstet. Trotz Wochenendes rücken sie im Fall des Falles bereits um 4 Uhr morgens aus, um stadtweit Straßen und öffentliche Wege von Schnee und Eis zu befreien.

„Blitzeis und überfrierende Nässe sind hochgefährlich, und auch für jeden Winterdienstleistenden eine der schwierigsten Situationen, weil die Lage so schwer einzuschätzen ist“, sagt Petra Hartmann.

Doch die EDG-Fahrer hätten 15 bis 20 Jahre Berufserfahrung und wüssten mit solchen Situationen umzugehen. „Sie bewegen sich vorsichtig.“ Für alle anderen hat die EDG-Sprecherin einen guten Rat: „Man sollte bei Eisregen besser zu Hause bleiben.“

Beim Rodeln Corona-Schutzverordnung beachten

Erst in der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag war es in vielen Orten der Region zu überfrierender Nässe gekommen, die zu zahlreichen Unfällen führten. 60 Personen, die sich bei Unfällen in Zusammenhang mit Glatteis verletzt hatten, kamen im Laufe des Montags zur Behandlung ins Dortmunder Klinikum und mussten teilweise operiert werden.

Doch möglicherweise sorgt das Wetter mit Schneefall auch für Vergnügen, etwa beim Rodeln. Allerdings gilt es dabei, die Corona-Schutzverordnung zu beachten. Man sollte sich nicht zu sehr auf die Pelle rücken.

Das Auge des Ordnungsamtes ist wachsam: „Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Dortmund zur Einhaltung der Corona-Schutzverordnung NRW können zu jedem Zeitpunkt auf dem gesamten Stadtgebiet stattfinden“, warnt Stadtsprecher Maximilian Löchter.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle
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