Ein Raptor in Dortmund und Live-Escape-Spiele: Warum die Museumsnacht so jung wie nie ist

dzProgramm mit 500 Punkten

Der Dreiklang ist leicht zu merken: 500 Programmpunkte, 50 Orte für (noch) 5 Euro. Das Programm der 19. DEW-Museumsnacht am 21. September bietet in diesem Jahr ganz neue Höhepunkte.

Dortmund

, 11.07.2019, 11:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für dieses Jahr gibt es besonders viele Neuerungen bei der 19. DEW-Museumsnacht. „Wir haben ein sehr junges Programm“, verkündete Projektleiterin Kerstin Keller-Düsberg. Und die Organisatoren versprechen einen „Tag der Superlative“. „Die Dortmunder Museumsnacht sucht Ihresgleichen in Deutschland“, ist Dr. Elke Möllmann als Chefin der städtischen Museen überzeugt. Denn ein so umfangreiches Programm gebe es in kaum einer anderern Stadt.

Viele neue Orte

Knapp 50 Veranstaltungsorte gibt es insgesamt. Dabei sind natürlich die Klassiker wie die großen Museen vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte, über Fußballmuseum und Dortmunder U bis zur Dasa Arbeitswelt-Ausstellung und dem Industriemuseum Zollern sowie Galerien und Kirchen. Hinzu kommen Rundgänge und Führungen etwa zu Kunst im öffentlichen Raum.

Erstmals dabei sind:

  • das Baukunstarchiv im ehemaligen Museum am Ostwall
  • Der Schauraum: Comic und Cartoons
  • die städtische Musikschule,
  • das Heimatmuseum Lütgendortmund,
  • der Rekorder an der Scharnhorststraße,
  • der Jazzclub Domicil an der Hansastraße
  • und das Junkyard in der Nordstadt. Hier soll bis früh um 5 Uhr am Sonntagmorgen gefeiert werden.

Wieder dabei sind:

  • das Polizeipräsidium,
  • das Lensing-Druckzentrum in Dorstfeld
  • und das Theater Dortmund mit Führungen hinter die Kulissen.

Allen Programmpunkten gemein ist, dass es vor Ort ein reichhaltiges Programm gibt. In der Dasa in Dorstfeld gibt es etwa Live-Escape-Games und die neue Show der Physikanten mit einer Reise zum Mond, im Hoeschmuseum Aktionen mit der Werksfeuerwehr, auf der Zeche Zollern Musik und Highland-Games aus Schottland.

Ein Raptor in Dortmund und Live-Escape-Spiele: Warum die Museumsnacht so jung wie nie ist

Eingerahmt von Dino Raptor und DEW-Maskottchen Pido stellten DEW-Vorstandschefin Heike Heim, Dr. Elke Möllmann als Geschäftsbereichsleiterin der städtischen Museen und Organisatorin Kerstin Keller-Düsberg des Programm für die 19. DEW-Museumsnacht vor. © Oliver Schaper

Im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße, wo dann auch die neue Familienausstellung rund um Robin Hood zu sehen ist, stellen sich Bands des DEW-Musikwettbewerbs „Dortmund calling“ vor. Am Westfälischen Schulmuseum in Marten schlagen Piraten ihr Lager auf. Und TU-Prorektor Prof. Metin Tolan berichtet unter dem Titel „Mit Physik in den Untergang“ über die Titanic.

Das kleinste Kino des Ruhrgebiets

Am Junkyard an der Schlägelstraße entsteht das größte Grafitto der Stadt. Und es eröffnet das kleinste Kino im Ruhrgebiet - in einem ehemaligen Seecontainer.

Sponsor DEW21 trägt selbst auch wieder besondere Programmpunkte bei - etwa mit einer Zeitreise in die Ära der Saurier und ins Mittelalter am Kindermuseum Adlerturm, Puppentheater und Konzerten im DEW-Servicecenter. Im Dortmunder U ist die DEW-Kunstpreis-Ausstellung zu sehen.

Ein Highlight ist wieder das Musikfeuerwerk, das um 23 Uhr am Friedensplatz gezündet wird. Und ab Mitternacht steigt dann bis 5 Uhr in der Frühe die DEW-Aftershowparty im Junkyard in der Nordstadt.

Karten zum Frühbucher-Preis

Für die Museumsnacht sind wieder spezielle Buslinien im Einsatz, die - wie Bus und Bahn generell - mit der Eintrittskarte kostenlos genutzt werden können. Die kostet für Erwachsene noch bis Ende Juli 5 Euro, danach regulär 14,50 Euro.

Es gibt übrigens auch Orte, die eigentlich fester Bestandteil der Museumsnacht sein müssten, in diesem Jahr aber nicht dabei sind:

  • Das Museum Ostwall im U-Turm. Denn das wird seit April gründlich umgestaltet und erst im Dezember wieder mit der Dortmunder Sammlung moderner Kunst seine Türen öffnen.
  • Das Naturkundemuseum. Sanierung, Umbau und Neukonzeption des Museums am Fredenbaum dauern jetzt schon fünf Jahre. Eigentlich war die Wiedereröffnung zur Museumsnacht 2016, zuletzt zu diesem Jahr angepeilt. Doch daraus wird nichts. Jetzt ist das Jahr 2020 - und die dann 20. Museumsnacht das Ziel.

Der mit menschlicher Hilfe wiederbelebte Dino, der eigentlich am Naturkundemuseum in Aktion treten sollte, hat seinen Auftritt nun übrigens unter dem Titel „Raptor in Action“ am Günter-Samtlebe-Platz zwischen Adlerturm und DEW-Zentrale.

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