Droh-Mails nach AfD-Kritik: Staatsschutz nimmt Freiwillige Feuerwehr aus Dortmund ins Visier

Ermittlungen

Nach Drohmails gegen den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Im Fokus steht eine Freiwillige Feuerwehr aus Dortmund.

Dortmund

22.11.2019, 12:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Droh-Mails nach AfD-Kritik: Staatsschutz nimmt Freiwillige Feuerwehr aus Dortmund ins Visier

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Hartmut Ziebs, hat zwei Drohmails bekommen. Eine soll von einer Adresse einer Freiwilligen Feuerwehr aus Dortmund kommen. © picture alliance/dpa

Der Staatsschutz in Hagen hat nach zwei Drohmails gegen den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Hartmut Ziebs, die Ermittlungen aufgenommen, so die Polizei Hagen. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet. Zum genauen Inhalt der Drohungen machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Beleidigungen hätten neue Stufe erreicht

Der Staatsschutz in Hagen sei zuständig, weil Ziebs im Zuständigkeitsbereich in Schwelm wohne. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, dass es in einer der Mails unter anderem hieß: „Du Stück Scheiße gehörst täglich ausgepeitscht und ohne Schutzausrüstung als erster Mann ins Feuer gejagt.“

Die Nachricht sei von einer Adresse einer Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund gekommen. Ziebs sagte dem RND, dass er schon einige beleidigende Nachrichten bekommen habe, doch diese hätten eine neue Stufe erreicht.

Ziebs steht seit Tagen im Zentrum einer verbandsinternen Debatte. Fünf seiner Stellvertreter hatten ihn zum Rücktritt aufgefordert. Die genauen Gründe dafür sind nicht bekannt. In einem Interview hatte er gesagt: „Die teilweise rechtsnationalen Tendenzen bei der AfD sind eine Gefahr für die Demokratie. Es wäre dramatisch, wenn die Feuerwehr da reinrutscht.“

(dpa)

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