Dortmunds Wirtschaftsförderer zieht es als Mieter in die Nordstadt

dzUmzug geplant

Nordwärts ist der Titel eines städtischen Programms zur Aufwertung des Dortmunder Nordens. Nordwärts zieht es jetzt auch die städtischen Wirtschaftsförderer. In ein sehr bekanntes Gebäude.

Dortmund

, 01.10.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spekuliert wurde über Umzugspläne schon länger. Jetzt ist es offiziell: Wirtschaftsförderungs-Chef Thomas Westphal bestätigte am Dienstag (1.10.), dass der städtische Eigenbetrieb sein altes Domizil an der Töllnerstraße nahe des Ostwalls verlassen und mit rund 100 Mitarbeitern umziehen wird. „Möglichst noch in diesem Jahr“, kündigte Westphal an.

Ausgeguckt hat man einen Standort in der Nordstadt, direkt am Hauptbahnhof. Hier hat die Stadt bereits eine Etage mit 3500 Quadratmetern Fläche im Hauptpost-Gebäude an der Kurfüstenstraße/Grüne Straße angemietet. Post und Postbank bleiben ebenfalls vor Ort, benötigen aber nicht mehr so viel Fläche wie früher. Vermieter der Immobilie ist ein internationaler Fonds mit Sitz in den USA.

Städtischer Eigenbetrieb zieht an einen zentralen Standort

Hintergrund: Nach der Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung sollen die einzelnen Bereiche enger zusammenarbeiten. Dazu ist es sinnvoll, alle Mitarbeiter an einem Standort unterzubringen. Bislang sind sie auf drei Standorte in der Innenstadt verteilt. Neben dem Hauptsitz an der Töllnerstraße gibt es Abteilungen im früheren Straßenverkehrsamt am Ostwall 60 und schräg gegenüber vom Stadthaus in der Betenstraße.

Dortmunds Wirtschaftsförderer zieht es als Mieter in die Nordstadt

Die städtische Wirtschaftsförderung will ihren angestammten Sitz an der Töllnerstraße aufgeben. © Oliver Volmerich

Ein weiterer Aspekt: Mit dem Sitz an der Nordseite des Bahnhofs ist man mitten in einem Gebiet, das im Fokus der Stadtplaner ist. Denn das Umfeld des Hauptbahnhofs soll langfristig umfassend neu entwickelt und umgestaltet werden.

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Ob dabei auch das Postgebäude „überplant“ wird, ist noch offen. Der Eigentümer wolle wohl am Standort festhalten, berichtete Westphal. „Das heutige Gebäude behindert aber auch nicht die künftige Entwicklung im Bahnhofsumfeld“, betont Planungsdezernent Ludger Wilde.

Der Mietvertrag der Wirtschaftsförderer läuft erst einmal über zehn Jahre, mit Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre.

Der Etat wird auf 13,75 Millionen Euro erhöht

Ein Thema im Verwaltungsvorstand war neben den Umzugsplänen auch der Wirtschaftsplan der Wirtschaftsförderer für das Jahr 2020. Der städtische Zuschuss für den Eigenbetrieb soll um rund 500.000 Euro auf rund 13,75 Millionen Euro erhöht werden.

Als wichtige Schwerpunkte der Arbeit nannte Westphal den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Dortmund, die Entwicklung des Hafenquartiers Speicherstraße und anderer Zukunftsstandorte sowie die Umsetzung der kommunalen Arbeitsmarktstrategie zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Es gehe um Innovation, Investition und Integration, erklärte Westphal.

Neuer Sitz für Kämmerei

Für die alte, stadteigene Immobilie in der Töllnerstraße hat Stadtdirektor Jörg Stüdemann übrigens schon eine Nachfolgenutzung im Visier. Das Bürogebäude soll künftig von der Kämmerei genutzt werden, die dann im Stadthaus Platz für andere Fachbereiche macht.

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