Digitale Neujahrsrede

Dortmunds Oberbürgermeister Westphal: „2021 wird ein Jahr der Hoffnung“

Was erwartet Dortmund im Jahr 2021? Wie sieht allgemein die Zukunft der Stadt aus? Oberbürgermeister Thomas Westphal gibt seine Antworten in einem Online-Video. Es geht auch ums Impfen.
Statt Neujahrsempfang: Thomas Westphal wendet sich in einem YouTube-Video an die Dortmunderinnen und Dortmunder. © Spoo / Stadt Dortmund

Er steht vorne, erst im Dunkeln, die Amtskette um den Hals. Dann geht das Licht an und man sieht: Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal steht alleine im Konzerthaus – also dort, wohin die Stadt sonst 1400 Gäste zum Neujahrsempfang lädt.

Im Januar 2021 sind die Ränge leer, coronabedingt. Stattdessen gibt es eine 15-minütige Video-Botschaft von Westphal. „Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten“, unterstreicht Dortmunds Oberbürgermeister zu Beginn.

„Der richtige Zeitpunkt danke zu sagen“

Viele müssten sicherlich grübeln: Silvester 2002 oder 2009, wo war man da nochmal? „Ich bin sicher: Bei Silvester 2020 werden Sie das nicht tun.“ Dieses Weihnachtsfest, diesen Jahreswechsel „werden Sie nicht vergessen.“

Westphals Wunsch: dass 2021 „ein Jahr der Hoffnung wird“. Und das hänge ganz eng mit den Corona-Impfungen zusammen.

„Es ist der richtige Zeitpunkt, noch einmal danke zu sagen an alle, die mitgeholfen haben, diese große Impfaktion jetzt zu starten.“

Das Motto müsse lauten: „Ärmel hoch und dann ist Land in Sicht.“ Auch wenn das frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 der Fall sein werde.

Dortmund als die „Großstadt der Nachbarn“

Normalerweise sei ein Jahreswechsel der Moment, über die Zukunft nachzudenken. Das indes sei 2020/21 schwer, „weil uns das Heute komplett belegt hatte“.

Westphal widmete sich dennoch ausgiebig den Fragen: Wo steht Dortmund heute? Und wie soll Dortmund in Zukunft aussehen?

Die Stadt habe „den Strukturwandel in den letzten Jahren hervorragend geschafft“ und sei heute die „Großstadt der Nachbarn“.

Man kenne sich, vertraue sich, helfe sich, sei „eine zupackende Solidargemeinschaft“.

„Große Städte sind Magnete für Wissen“

Warum die Betonung auf Großstadt so wichtig sei? „Wissen, Daten und Informationen sind für Wachstum und Wertschöpfung wichtiger als früher“, verdeutlichte Dortmunds Oberbürgermeister.

Und: „Große Städte sind Magnete für Wissen, Informationen, Daten und für die Wissenswirtschaft, die sich darum herum bildet.“

Ganz konkret für Dortmund bedeute das: „Um uns herum in Ostwestfalen, im Sauerland, im Siegerland haben wir viele erfolgreiche Industrieunternehmen. Und sie brauchen das urbane Steuerzentrum, das Dortmund mittlerweile für sie ist. Das ist unsere Chance.“

Wichtig: Bezahlbare Wohnungen, saubere Vororte

Viele Dinge seien für die Stadt von enormer Bedeutung, zählte Westphal auf: „erstklassiger Nahverkehr, bezahlbare Wohnungen, sichere Radwege, saubere Vororte, digitale Netze, urbane Kreislaufwirtschaft, Klimatechnologie, nachhaltige Entwicklung“.

Doch auch wenn Dortmund sich wandele: Die Stadt werde ihre Seele behalten.

Lesen Sie jetzt